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Flucht und Plünderung in Kundus

Bergfeld Flucht und Plünderung in Kundus

Bergfeld/Kundus. Sybille Schnehage, Vorsitzende des Hilfsvereins Katachel, ist sauer - weil von offiziellen Stellen „falsche Nachrichten über die Lage in Kundus“ verbreitet werden: „Es ist nicht wie behauptet, so sicher wie seit 2008 nicht mehr. Täglich gibt‘s Schießereien, vergangene Woche ist eine Rakete eingeschlagen.“

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Geplündert und verwüstet: Auch die Privaträume von Sybille Schnehage in Kundus wurden ausgeraubt.

Bergfeld/Kundus. Schnehage, die vor einigen Wochen aus Afghanistan fliehen musste, weil Terror-Milizen die Stadt überfielen (AZ berichtete), bemängelt, dass „nur ein Mantel gelegt wird“ über die tatsächlichen Zustände: „Es traut sich keiner raus. Und der Polizeichef traut sich nicht aufs Land.“

Das beim Überfall auf Kundus das Büro des Vereins verwüstet und geplündert wurde, hat die Bergfelderin dagegen schon fast verwunden. Dabei ist alles weg: Decken, PCs, der Generator, zehn Tonnen Reis für die Witwen, Nähmaschinen und sogar das Bett von Sybille Schnehage: „Es ist sehr schwer, aber jetzt müssen wir erst recht helfen. Es ist machbar, zumal die Moral meiner Mitarbeiter vor Ort gegeben ist.“ Sie sei froh, dass das Vereinsbüro nicht wie andere Häuser angezündet wurde.

Im Januar soll an die rund 400 Witwen, die der Verein unterstützt, außer Geld auch die doppelte Menge Speiseöl verteilt werden, weil der Reis - von wem auch immer - gestohlen wurde. Schnehage appelliert gleichzeitig weiter an die Verantwortlichen, „Fluchtursachenbekämpfung“ zu betreiben durch Schaffung von Arbeitsplätzen: „Sonst machen sich noch mehr auf den Weg nach Europa oder schließen sich den Räuberbanden an.“

jr

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