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Brome Erste Flüchtlinge ziehen in Ex-Kaserne
Gifhorn Brome Erste Flüchtlinge ziehen in Ex-Kaserne
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00:20 06.06.2015
Früherer Kasernen-Block: Gemeinschaftsduschen- und toiletten wurden hergerichtet, die Heizungsanlage erneuert. Quelle: Jörg Rohlfs
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Die Herrichtung der Wohneinheiten erfolgt nach und nach. Die Umbaukosten für insgesamt vier Unterkunftsgebäude beziffert die Erste Kreisrätin Evelin Wissmann auf rund 1,3 Millionen Euro: „Die zahlt der Landkreis.“ Jedes der langgestreckten, einstöckigen Gebäude soll über einen Aufenthaltsraum (30 Quadratmeter), 13 Zimmer (13 bis 30 Quadratmeter), Wasch und Trockenraum sowie Gemeinschaftsduschen und -toiletten für Männer und Frauen.

Bis zu 45 Personen könnten in jedem Gebäude untergebracht werden. „Außerdem werden in den Unterkunftsgebäuden auch Kinderbetreuungs- und Sozialräume eingerichtet“, so Wissmann. Die Beschulung von Kindern soll im Primarbereich in den Grundschulen Ehra, Jembke oder Westerbeck erfolgen, in der Sekundarstufe I in Rühen, in der Oberschule Wittingen und der IGS Sassenburg. „Mit der Betreuung der Flüchtlinge ist die Firma European Homecare beauftragt, mit der wir in Meinersen und Clausmoorhof gute Erfahrungen gemacht haben“, so Wissmann.

Die Firma stelle einen Mitarbeiter für soziale Betreuung, einen Heimleiter und einen Hausmeister, „von denen ständig einer vor Ort sein wird“, erklärt die Erste Kreisrätin.

Bus-Shuttle gesucht

Der ehemalige Truppenübungsplatz in Lessien wird noch immer von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verwaltet. Die vier Kasernen-Gebäude, die als Flüchtlings-Unterkünfte genutzt werden sollen, werden dem Landkreis zunächst für drei Jahre mitzinsfrei überlassen: „Eine längere Nutzung ist jedoch möglich und bei Bedarf auch vorgesehen“, erklärt die Erste Kreisrätin Evelin Wissmann. Neben dem Umbau muss der Landkreis auch die Kosten für Gas, Wasser und Strom tragen. Bis auf die Einrichtung der Küche ist der erste Block mit der Nummer 104 fertig umgebaut.

Gesucht wird aber noch ein Bus für den Shuttle-Service zur nächsten, 1,4 Kilometer entfernten Bushaltestelle. Mit der Ankunft der ersten Flüchtlinge rechnet Wissmann in der kommenden Woche. Falls keine vom Land zugewiesen werden, würde man zunächst Leute vom Clausmoorhof nach Lessien verlegen. Syrische Flüchtlinge kämen keine, weiß Wissmann, die Familien bevorzugen würden: „Darauf haben wir aber auch keinen Einfluss.“

jr

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