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Brome Eltern sein auf Probe: Neun Schüler wagen es
Gifhorn Brome Eltern sein auf Probe: Neun Schüler wagen es
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10:20 23.10.2018
Geduld gefragt: Neun Schüler waren Eltern auf Probe. Quelle: Burkhard Heuer
Rühen

Die jungen Leute waren eine Woche gefordert, eine beinahe lebensecht aussehende Babypuppe zu betreuen, die all das tut, was ein menschliches Neugeborenes zu tun pflegt: Schluchzen, weinen und schreien – oder zufrieden schlummern, wenn zum richtigen Zeitpunkt die Flasche gereicht oder die Windeln gewechselt wurden.

Nachtruhe wurde zu seltenem Gut

„Ein Computer berechnet exakt, wann Mutti oder Vati tätig werden müssen“, erklärten Susanne Emmermann und Christian von Wedemeyer, Kursleiter vom Kinderschutzbund. Die Babys müssen mit nach Hause genommen und hier auch über Nacht betreut werden. Eine junge Teilnehmerin strich die Segel, als das „Baby“ ihr permanent die Nachtruhe raubte.

Zum Abschied flossen sogar Tränen

„Ready? - for life“ – sinngemäß: „Gewappnet für das Leben?“, das wollten die Schützlinge von Lehrerin Susanne Steinort in dieser Kurswoche für sich selbst feststellen. Und kamen überwiegend zum Ergebnis, dass man selbst mit der Familiengründung noch etwas warten möchte. Jamie Michaelis (15) , der seine Puppe „Oskar“ getauft hatte, möchte erst beruflich fest Fuß fassen. Die gleichaltrige Johanna Christ, Mama auf Zeit von Baby „Piet“, sieht das ähnlich: „Erst kommt der Beruf, dann kommt die Hochzeit.“ „Es hat Spaß gemacht“, so Kursleitung und Teilnehmer übereinstimmend. Und es hat neue Erfahrungen gebracht: So flossen bei einer Teilnehmerin sogar Tränen, als sie sich von ihrem „Baby“ trennen musste.

bhe

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