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Brome „Ein Hornissennest am Haus ist nichts Schlimmes“
Gifhorn Brome „Ein Hornissennest am Haus ist nichts Schlimmes“
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00:17 07.08.2017
Sieh mal an: Jens Winter mit den Überresten von Wespennestern. Quelle: Jörg Rohlfs
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Brome

Der 40-jährige stellvertretende Leiter einer IGS, Vorsitzende der Museums- und Heimatvereins sowie der örtlichen SPD ist Imker mit 30 Bienenvölkern – und seit Kurzem auch ehrenamtlicher Wespen- und Hornissen-Berater für die Samtgemeinden Brome und Boldecker Land sowie die Sassenburg. „Staaten bildende Insekten faszinieren mich“, nennt Winter Gründe. Bei einem eintägigen Intensivkursus im Frühjahr im Institut für Schädlingskunde bei Darmstadt holte er sich das Rüstzeug für seine neue Aufgabe.

Die sieht Winter in erster Linie darin, aufzuklären über den Umgang und das Leben mit den stachelbewehrten Individuen: „Das ist normalerweise nichts Schlimmes.“ So müsse, wenn jemand am oder im Haus ein Wespen- oder Hornissennest habe, nur etwas unternommen werden – Tötung (durch einen Kammerjäger) oder Umsiedlung des Volks – wenn „Gefahr im Verzug“sei. Etwa bei bekannter Stich-Allergie oder per se in Altenheim oder Kindergarten. So wie neulich in der Kita Voitze, wo es sich Hornissen in einem Schuppen gemütlich gemacht hatten.

Die Untere Naturschutzbehörde stimmte einer Umsiedlung zu und Winter beförderte die Tiere in einer zweieinhalbstündigen Aktion mit einem Staubsauger in einen Spezial-Karton, den er anschließend auf seinem eigenen Bienenkorb-Areal platzierte. „In diesem Fall waren die Hornissen bei der Aktion extrem aggressiv. Das ist aber beileibe nicht immer der Fall“, betont Winter, der noch eine gute und eine weniger gute in petto hat: „Bei den meisten Arten geht’s ab Mitte April mit den meisten Wespenarten zu Ende. Aber bei den drei lästigen geht die Hochphase des Lebens noch ein paar Wochen weiter.“ Wer Jens Winters Rat braucht, erreicht ihn telefonisch in Brome: „Am besten abends.“

Von Jörg Rohlfs

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