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Brome Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden
Gifhorn Brome Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden
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19:00 08.02.2019
Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner: Die Gemeinde Parsau will die Baumschutzsatzung aussetzen. Quelle: Jörg Rohlfs
Parsau

Mit Kosten in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro rechnet Bürgermeisterin Kerstin Keil für das Besprühen der befallenen Eichen im Gemeindegebiet sowie das spätere Absaugen der Bäume: „Das können wir einfach nicht allein stemmen.“ Das Land hat aber ebenso abgewunken wie der Landkreis. Ersteres ohne genaue Begründung, letzterer mit Verweis auf die Kosten für die Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung an den Kreisstraßen.

Erst die Gesundheit, dann der Baumschutz

„Die Gesundheit der Leute geht aber nun mal vor“, sagt Keil. Deshalb wird die Gemeinde das Pferd nun anders aufzäumen, indem man sich und anderen gestattet, von der Raupe befallene Bäume zu fällen. Dafür soll bei der nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Freitag, 15. Februar, ab 20 Uhr Unter den Eichen die geltende Baumschutzsatzung bis auf weiteres ausgesetzt werden. Privatleute – ob Hausbesitzer oder Landwirt – könnten dann auf ihrem eigenen Grund und Boden zur Säge greifen. Bis zum 1. März darf laut Naturschutzgesetz noch gefällt werden.

Vorteile, wenn Bäume fallen

Auch die Gemeinde werde von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, „falls das Land es sich nicht noch anders überlegt“, schiebt Keil nach. Jeder befallene Baum, der falle, entspanne die Situation und müsse auch nicht behandelt werden, was wiederum die Kosten senke. Außerdem könnte durch den Verkauf des Eichenholzes auch noch Geld eingenommen werden: „Zum Beispiel für Neuanpflanzungen. Obstbäume beispielsweise. Auf keinen Fall aber Eichen“, so Keil.

Die Entwicklung im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

7. Juli 2018: Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an

19. Juli 2018: Neuer Antrag auf Bekämpfung aus der Luft

25. Juli 2018: Natürliche Feinde sollen gegen Prozessionsspinner helfen

9. August 2018: Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

3. September 2019: Rühen bekommt Hilfe im Kampf gegen Raupe

8. November 2018: In FFH-Gebieten keine Bekämpfung aus der Luft

4. Januar 2019: Parsau und Rühen warten jetzt auf Land

1. Februar 2019: Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

6. Februar 2019: Unterschriften für den Kampf gegen Raupenplage

Von Jörg Rohlfs

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