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Brome Die wechselvolle Geschichte des Hauses Nr. 87
Gifhorn Brome Die wechselvolle Geschichte des Hauses Nr. 87
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00:17 13.09.2017
Museumsplauderei in Brome: Autor Fritz Boldhaus (r.) erzählte aus der Geschichte des „Hauses Nr. 87“ im heutigen Junkerende. Quelle: Burkhard Heuer
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Brome

Erfolgreiche Fortsetzung der Museumsplaudereien des Museums- und Heimatvereins Brome: Das kleine Café an der Burg war bis auf den letzten Platz besetzt, als Hobby-Heimatforscher Fritz Boldhaus über ein geschichtsträchtiges Haus im Junkerende 7 referierte. Unter dem Titel „Haus Nr. 87“ – so die einstige Adresse – zog der 90-Jährige mit Fakten, Anekdoten und fiktiven Gesprächen auf Platt das Publikum für zwei Stunden in den Bann.

Wenn die alten Gemäuer des Hauses erzählen könnten, sie würden berichten über verheerende Brände und Wiederaufbauten, über längst ausgestorbene Berufe und schwelende Konflikte. Das Haus im heutigen Junkerende kann nichts erzählen, wohl aber der agile Senior, akribische Geschichtsforscher und fantasievolle Autor Fritz Boldhaus. Keine Sekunde wurde es langweilig, wenn er über die Geschichte des Hauses aus seinen Aufzeichnungen las.

1826 errichtete der Tischler und Uhrmacher Friedrich Bannier sein Domizil, mit einer filigran gestalteten Eichen-Haustür als Blickfang. Boldhaus berichtete von Familien und Berufen: Färber und Schönfärber, Schlosser und Brunnenbauer waren dort zuhause, erlebten wechselvolle Zeiten der Grafen von der Schulenburg über Kaiserreich und Weltkriege, die auch junge Bromer das Leben kosteten. Bis die Entscheidung in der modernen Zeit quasi ins Haus stand: Abriss oder Denkmalsschutz. Dass letzteres gewann, wertet man in Brome als Erfolg. Zumal nach einigen gescheiterten Erhaltungsversuchen und Nutzungen nun ein junges Ehepaar das alte Haus mit Leben erfüllen möchte: Patricia (23) und Benjamin (26) Grünhagen haben es im Januar gekauft: „Wir wissen, vor uns liegt viel Arbeit.Aber es lohnt sich.“

Von Burkhard Heuer

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