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Denkmalschutz verhindert Wegestein-Versetzung

Benitz Denkmalschutz verhindert Wegestein-Versetzung

Benitz. Ein jahrhundertealter Wegestein, der regelmäßig umgefahren wird - da dürfte eine Versetzung doch eigentlich kein Problem sein. In Benitz ist es das aber. Und zwar ausgerechnet aus Gründen des Denkmalschutzes.

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Wird immer wieder umgefahren: Ein alter Wegestein bei Benitz muss nach Ansicht des Museums- und Heimatvereins Brome besser geschützt werden.

Der Museums- und Heimatverein (MHV) Brome sorgt sich um einen historischen Wegestein am Ortsausgang von Benitz: „Regelmäßig wird er umgefahren“, so Gerd Blanke. Der Verein möchte den 150 Jahre alten Sandstein deshalb umsetzen - aber so einfach ist das nicht.

Der Wegestein, der sich im Originalzustand befinde, stammt aus der Preußenzeit und weist auf Orte hin: „Es gibt noch rund 100 weitere in der Umgebung, alle von uns kartiert und vermessen. Aber der bei Benitz ist der einzige, der unter Denkmalschutz steht“, erläutert Blanke. Und ausgerechnet der werde, weil er am Fahrbahnrand steht, von schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen immer wieder in die Waagerechte befördert.

„Irgendwann wird er zerbrechen“, befürchtet Blanke. Deshalb wollte der Verein den Stein in Eigeninitiative versetzen, hinter den Straßengraben - und erhielt vom Landkreis bezüglich dieses Ansinnens jedoch eine Absage. „Leider kommt ein einfaches Umsetzen, wie sich das der MHV vorstellt, nicht in Betracht, da es sich nicht um irgendeinen Stein handelt, sondern um ein Denkmal“, erklärt Erste Kreisrätin Evelin Wißmann. Der Denkmalwert des Steines werde nach Auffassung des Landesdenkmalamtes gerade durch seinen Standort begründet. Eine Versetzung komme also nicht in Betracht.

„Vielmehr geht es darum, das Denkmal in geeigneter Weise zu schützen“, so Wißmann. Der Landkreis habe aktuell den Eigentümer des Steins, die Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, um Wiederaufstellung gebeten. „Zudem wird gemeinsam geprüft, wie der Wegestein geschützt werden kann.“

jr

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