Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Bundeswehr sprengt Munition auf Ex-Übungsplatz

Großeinsatz in Lessien Bundeswehr sprengt Munition auf Ex-Übungsplatz

Die Bundeswehr hat am Donnerstag 17 scharfe Granaten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lessien gesprengt. Der Knall war kilometerweit zu hören, die Rauchwolke weithin sichtbar. Notwendig geworden war der Einsatz, um das Gelände im Ernstfall wieder für die Feuerwehr befahrbar zu machen.

Voriger Artikel
Meilenwölfe legen 9269 Meilen zurück
Nächster Artikel
Zwei Verletzte bei Brand eines Hauses in Tiddische

Graue Rauchwolke: Die Bundeswehr sprengte am Donnerstag in Lessien 17 Granaten.

Quelle: Jörg Rohlfs

Lessien. 85 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Forstbediensteten waren wegen einer Munitionssprengung am Donnerstagmittag auf dem ehemaligen Truppenübungplatz in Lessien damit beschäftigt, einen Sperrgürtel um den Sprengort zu legen.

1b1233d8-125c-11e8-a452-7a4ee3183ad8

Lessien: Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz haben Experten eine kontrollierte Munitionssprengung vorgenommen.

Zur Bildergalerie

An insgesamt 17 Kontrollpunkten in 1,5 Kilometer Entfernung rund um den Sprengort bezogen am Vormittag einzelne Teams Position, um sicher zu stellen, dass keine Menschen sich in das Sperrgebiet begeben, das im Westen bis an die Ortschaft Transvaal reichte. Nachdem alle Posten gegen 11.30 Uhr ihr Okay gegeben hatten, kam auch noch ein Polizeihubschrauber aus Hannover zum Einsatz, der – ausgerüstet mit hochauflösender und Wärmebildkamera – das Gebiet mehrfach überflog.

Sprengung um 12.15 Uhr

Danach wurde der Countdown gestartet und Sprengmeister der Bundeswehr aus Bergen ließen um 12.15 Uhr 17 scharfe Granaten mit einem Gewicht von insgesamt 40 Kilogramm kontrolliert explodieren – mit einem Knall, der noch am Rand des Sperrbezirks in den Magen fuhr, und einer dunkelgrauen Rauchwolke über den Baumwipfeln, die der kalte Wind aus Südosten schnell verwehte.

Einsatzleiter vor Ort war Kreisbrandmeister Thomas Krok: „Eine Sprengung auf dem ehemaligen Übungsplatz war notwendig geworden, weil die Munition nicht transportiert werden konnte.“ Gefunden worden waren die Granaten – aus Bundeswehr- und Nato-Beständen – bei gezielten Suchen: „Ziel ist es, die Wege auf dem ehemaligen Übungsgelände wieder sicher zu machen, damit wir, falls es hier brennt, Löschangriffe nicht mehr nur von außen vornehmen können“, erläuterte Krok mit Blick aufs bestehende Brandschutzkonzept.

„Den Platz in der Fläche zu säubern, ist unmöglich“

Seit die Bundeswehr Ende 2013 den Übungsplatz in Lessien aufgegeben hat und er in die Verwaltung der Bima überging, wird dort nach den Überresten der militärischen Nutzung gesucht. Derzeit besteht für den Ex-Übungsplatz ein absolutes Betretungsverbot, ob sich das je ändern wird, ist fraglich: „Den Platz in der Fläche zu säubern, ist unmöglich“, weiß Revierförster Harald Sälzer – von Munition aller Art befreit werden sollen die Wege und Brandschutzschneisen, die ein ganzes System bilden und einmalig für ein Waldgebiet in Niedersachsen seien. Damit irgendwann zumindest die Freiwillige Feuerwehr bei einem Feuer aufs Gelände kann und darf.

Geräumt wird nach und nach vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen – der ist für Fliegerbomben und Granaten zuständig aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit davor, als Lessien bereits als Abwurfplatz diente – sowie von Privatfirmen im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) – die für Munitionsreste aus der Nutzung als Übungsplatz für Bundeswehr und Nato verantwortlich sind. Normalerweise wird das Gefundene abtransportiert und gesprengt oder ohne Federlesens vor Ort in die Luft gejagt – am Donnerstag war das Gefahrgut zu heikel und die Sprengkraft zu groß dafür.

Von Jörg Rohlfs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brome

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Ist der VfL noch zu retten?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr