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Bergfelderin unter Lebensgefahr in Afghanistan

Bergfeld/Kunduz Bergfelderin unter Lebensgefahr in Afghanistan

Bergfeld/Kunduz. Erst vor zwei Wochen ist in Kunduz ein Deutscher von den Taliban entführt worden. Die Bergfelderin Sybille Schnehage hat sich nicht davon abschrecken lassen. Sie ist zurzeit für den Verein Katachel wieder in Kunduz.

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Unterstützung für die Jugend Afghanistans: Sybille Schnehage ist für den Hilfsverein Katachel wieder in Kunduz.

Sie sagt: „Wenn ich nicht komme, war die ganze Arbeit der vergangenen Jahre vergebens.“

Dass die Situation extrem angespannt ist, ist ihr bewusst. „Hier herrscht trügerische Stille.“ Mit eigenen Augen hat sie gesehen, wie jemand mit einer Schussverletzung wenige Meter entfernt in ein Versteck kroch. Wo vor einem Jahr noch reger Betrieb war, sind die Straßen jetzt leer. „Alle haben Angst“, berichtet sie der AZ telefonisch. Auch die Mitarbeiter ihres Hilfsprojekts Katachel sind besorgt. Um ihr eigenes Leben, aber auch um das von Sybille Schnehage. „Aus Sicherheitsgründen haben sie mich dieses Mal mit vier Fahrzeugen vom Flughafen abgeholt.“

In Kunduz stand als erstes eine Menge Papierkram an. Zeit, um sich auf Temperaturen von 34 Grad im Schatten in Kunduz umzustellen, hat Sybille Schnehage nicht. Gerade ist sie dabei, den 26. Schulbau vorzubereiten, dieses Mal direkt in Kunduz. „Zurzeit ist es nur eine Zeltschule, die im Drei-Schicht-System unterrichtet.“ Als sie vor eineinhalb Jahren die Anfrage bekam, feste Gebäude zu errichten, waren 750 Schüler dort. „Inzwischen sind es 450 Mädchen und 500 Jungen.“ Sie hofft auf Unterstützung der UNO, denn „Bildung ist das allerwichtigste“.

Außerdem im Gepäck: Trikot-Sätze für zehn Fußballteams. „Wir müssen die Jungs beschäftigen, die müssen Sport treiben, damit sie abends müde sind und keinen Blödsinn mehr machen.“ Nach wie vor ist es so, dass es keine Arbeitsplätze gibt, die jungen Männer sich langweilen und von Al Qaida für ihre Verhältnisse viel Geld kassieren.

tru

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