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Brome Warten auf Aufhebung der Passeinschränkung
Gifhorn Brome Warten auf Aufhebung der Passeinschränkung
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20:00 24.07.2018
Kampf gegen die Passeinschränkung: Sybille Schnehage wartet bereit seit einigen Monaten darauf, wieder nach Kunduz fliegen zu dürfen, um dort ihr Hilfsprojekt voran zu bringen. Quelle: Christina Rudert Archiv
Bergfeld

Trotz einer schriftlichen Garantie ihrer Sicherheit durch den Gouverneur Naemi vom März, die sie der Samtgemeinde vorgelegt hatte mit der Bitte, die Passeinschränkung aufzuheben, sei bislang nichts passiert – immerhin vier Monate. Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann begründet das damit, dass notwendige Informationen von Bundesbehörden noch nicht vorliegen.

Ihr sei 2016, im Zusammenhang mit der Einschränkung des Geltungsbereichs ihres Reisepasses, zugesichert worden, dass die Freigabe des Passes auch kurzfristig möglich sei, würde sich die Sicherheitslage ändern, so Schnehage. „In der Passeinschränkung hieß es fälschlicherweise, dass unser Vereinsbüro im Dorf Katachel liegt, zwölf Kilometer entfernt von der Provinzhauptstadt“, sagt Schnehage.

Journalist sicher zurück gekehrt

In der schriftlichen Sicherheitsgarantie weist der Gouverneur darauf hin, dass das Büro im sicheren Bereich der Stadt Kunduz liegt, in unmittelbarer Nähe zum Regierungsbezirk. „Und inzwischen war ein erfahrener Journalist für eine Woche in unserem Büro in Kunduz, der sicher zurück kam“, berichtet Sybille Schnehage. „Er sah, dass unser Büro direkt im sicheren Bereich der Stadt liegt, etwa 100 Meter vom Kunduzparlament.“

„Wieso braucht es so lange, bis die Samtgemeinde Brome reagiert? Wieso ist mein Pass eingeschränkt? Und welche Beweggründe hat die Samtgemeinde, mir mein Grundrecht, meine Reisefreiheit einzuschränken?“, fragt die Bergfelderin.

Lebenswerk der Bergfelderin

„Wir sind bemüht, schnellstmöglich eine Antwort zu bekommen, denn uns ist klar, dass wir bundesweit beobachtet werden in dieser Angelegenheit“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. „Zumal ich weiß, dass es für Frau Schnehage um ihr Lebenswerk geht.“ Allerdings seien offizielle Stellungnahmen der Bundesbehörden mit Einschätzungen zur Gefährdungslage unabdingbar. „Auf die müssen wir warten.“

Von Christina Rudert

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