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Weyhausen immer noch fassungslos

Nach Rekord-Hochwasser Weyhausen immer noch fassungslos

Am 13. Mai sind weite Teile Weyhausen in einer Starkregen-Flut unter Wasser gesetzt worden. Jetzt wurde in einer großen Runde das Geschehen aufgearbeitet. Fazit in der Veranstaltung: Gegen solche Unwetterereignisse gibt es keinen Schutz.

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Beängstigend: Am 13. Mai kämpfte Weyhausen mit riesigen Wassermassen.

Quelle: Burkhard Heuer

Weyhausen. Diesen Nachmittag des 13. Mai 2017 wird man in Weyhausen und einigen nördlichen Nachbargemeinden nicht vergessen: Ein unvorstellbarer Gewitterregen ergoss sich sich über eine relativ begrenzte Region und brachte in der Spitze 73 Liter Wasser/Stunde auf den Quadratmeter. Sturzbäche ergossen sich durch die Straßen, setzten Keller und Einkaufszentrum unter Wasser. Die B 188 wurde zu einer Wasserbarriere, vor der sich die Fluten anstaunten. „In einigen Häusern war im Kellergeschoss nur noch eine handbreit Platz zwischen Wasserspiegel und Decke“, berichtet Gemeindebrandmeister Karsten Teitge von der Samtgemeinde Boldecker Land.

Am Mittwoch nun wurde in großer Runde im Dorfgemeinschaftshaus Weyhausen das Geschehen aufgearbeitet. Samtgemeinde und Gemeinde hatten dazu die Einwohner eingeladen und die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) als verantwortliche Entsorger zur Stellungnahme gebeten. Abteilungsleiter Neubau Burkhardt Noltemeyer, Marc Stüben (chemische Anlagen) und Sandra Lenz (Grundstücksentwässerung) mussten zum Superlativ greifen. „Was wir damals erlebten“, so Noltemeyer, „hat die Dimensionen eines Jahrhunderthochwassers übertroffen, gilt als Vierjahrhundert-Hochwasser.“ Für einen solchen Extremfall gebe es keine Vorsorge.

Samtgemeinde-Bürgermeisterin Anja Meier und Weyhausens Bürgermeisterin Gaby Klose hatten zunächst die Besucher begrüßt und vor allem den Helfern unter anderem von Feuerwehren, THW, WEB und anderen gedankt. „Es ist ein großer Zusammenhalt in der Bevölkerung spürbar geworden“, so sagten sie. Ihnen seien ungezählte Fälle vorbildlicher Nachbarschaftshilfe bekannt geworden.

Doch die Besucher, die nur ganz vereinzelt Kritik beispielsweise an verstopften Regenabflüssen äußerten, wollten wissen, wie man sich fortan gegen solche Katastrophen wappnen kann. „Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht“, sagte Burkhardt Noltemeyer. Jeder Hauseigentümer sollte sich aber beraten lassen, wie er sein Eigentum sicherer machen könne. Insbesondere durch Rückstaueinrichtungen, die das Eindringen von Oberflächen-Wasser und von Rückstaumassen aus der Kanalisation verhindern könnten.

Bei allen ärgerlichen Schäden wurde jedoch darauf hingewiesen, dass WEB und THW eine Umweltkatastrophe verhindern konnten. Da sich Schmutz- und Regenwasser mischten und die Weyhäuser Kläranlage überlasteten, bestand Gefahr, dass gewaltige Mengen ungeklärter Abwässer in die Aller gelangten. „Dann wäre der gesamte Allerabschnitt bis Gifhorn für Jahre vernichtet.“, sagte Marc Stüben. Glück im Unglück, dass dies unterbunden werden konnte.

Von Burkhard Heuer

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