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TVS schließt Standort in Weyhausen

200 Arbeitsplätze betroffen TVS schließt Standort in Weyhausen

Die Schlichtungsverhandlung zwischen Automobildienstleister TVS GmbH und Gewerkschaft IG Metall sowie Betriebsrat über die Fortführung des Standorts in Weyhausen sind gestern gescheitert, der Standort wird geschlossen. Davon sind rund 200 Mitarbeiter betroffen.

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TVS Weyhausen: Das Unternehmen schließt seinen Standort in Weyhausen. Als Grund wird ein massiver Umbruch in der Fahrerprobung angegeben.

Quelle: Sebastian Preuß

Weyhausen. „Wir sind enttäuscht und entrüstet. Die Gespräche waren eine Farce“, sagte Gewerkschaftssekretärin Esra Erkan. Betriebsratsvorsitzender Frank Winter: „Es ist unglaublich, wie die Geschäftsführung mit den Beschäftigten umgeht.“ Bernhard Rose von der Unternehmenskommunikation der MVI Group teilte mit, dass Unternehmen, Banken und die Gewerkschaft in den zurückliegenden Monaten keinen gangbaren Weg für eine Aufrechterhaltung des Betriebs in Weyhausen gefunden hatten.

Auslöser der Entwicklung war laut Rose das schrittweise Wegbrechen der Geschäftsgrundlage des Unternehmens in Weyhausen: Wegen eines massiven Umbruchs in der Fahrerprobung durch zunehmende Digitalisierung, Fahrsimulationen am Computer und die Erprobung von Prototypen und Vorserienmodellen auf stationären Prüfständen seien immer weniger Mitarbeiter für die klassische Fahrerprobung auf Straßen und Testgeländen nötig gewesen. Die TVS in Weyhausen ist in der Versuchs- und Fahrerprobung seriennaher Fahrzeuge tätig.

Mitte 2016 hat die Geschäftsleitung der TVS in Abstimmung mit Betriebsrat und IG Metall in Weyhausen bereits mehr als 100 Mitarbeiter  entlassen. Woran die Schlichtung jetzt scheiterte, sehen Gewerkschaft und Unternehmen unterschiedlich. Rose sprach von „zu hohen Forderungen seitens der Arbeitnehmerseite“, Winter berichtete, dass davon die Rede gewesen sei, 70 Mitarbeiter zu halten, die anderen 130 Beschäftigten jedoch mit einer „lächerlichen Abfindung im niedrigen vierstelligen Bereich“ zu entlassen.

tru

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