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So schlimm war das Unwetter im Boldecker Land

Unwetter-Chaos: Über 120 Einsatzstellen So schlimm war das Unwetter im Boldecker Land

Eines der schlimmsten Unwetter seit Langem hat das Boldecker Land am Samstag regelrecht absaufen lassen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, der Schaden, den der Starkregen anrichtete, ist noch immer nicht absehbar. Ein Überblick.

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Unwetter-Chaos: Die Feuerwehr war im Boldecker Land im Dauereinsatz.

Weyhausen. In Folge eines knapp einstündigen Platzregens, der gegen 17 Uhr einsetzte, wurden zahlreiche Straßen innerhalb der Gemeinde überspült. Unter Leitung von Karsten Teitge, Gemeindebrandmeister des Boldecker Landes, arbeiteten rund 200 Helfer von Feuerwehr, DRK, THW, Polizei und den örtlichen Energieversorgern an mehr als 120 Einsatzstellen in der Samtgemeinde Boldecker Land. Besonders betroffen war der Edeka-Supermarkt im Ortskern von Weyhausen, die Bundesstraße Richtung Warmenau und das Hotel Alte Mühle. Das Wasser stand teilweise hüfthoch im Markt und die gesamte Bundesstraße war knöcheltief auf mehr als einem Kilometer überspült durch ablaufendes Wasser benachbarter Äcker.

Das Unwetter richtete vor allem in Weyhausen riesige Schäden an.

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B 188 überflutet und gesperrt

Die Straßensperrung der B 188 erfolgte bis in die Nacht hinein, die Feuerwehr pumpte im dortigen Bereich an insgesamt fünf Stellen das Wasser auf unbebautes Gelände außerhalb des Ortes. Innerhalb von Weyhausen lief im oberen Teil des Dorfes ein ca. 60 Mal 40 Meter großes und mehrere Meter tiefes Regenrückhaltebecken​ aufgrund der Wassermassen über. Ein Straßenzug wurde in Folge dessen überspült, die Kanalisation drücke in diesem Bereich trotz laufender Pumpwerke Wasser und Gullydeckel auf der Straße nach oben. Der tiefer liegende Edeka Markt wurde im Bereich Parkplatz, Geschäfts- und Dachfläche massiv in Mitleidenschaft gezogen und wurde geräumt, um die Gefahr von Personenschäden durch Wasser und Strom abzuwenden.

Keller bis zur Decke unter Wasser

Aufgrund der hohen Anzahl zeitgleicher Einsätzen bildete die Feuerwehr zwei örtliche Einsatzleitungen in den Orten Weyhausen und Tappenbeck. In Tappenbeck übernahm  Ortsbrandmeister Michael Kohnert die Einsatzleitung. Die Kreispressestelle der Feuerwehr machte sich gemeinsam mit Kreisbrandmeister Thomas Krok und dessen Stellvertreter Jens Dieckmann ein Bild von der Lage vor Ort. Zahlreiche Keller liefen teilweise bis zur zur Decke voll, aber auch Garagen und Einfahrten standen voll Wasser.

Feuerwehr Pressesprecher Michael Gose erläuterte, dass ein besonders Augenmerk im Bereich aufschwimmender Heizöltanks lag. Diese werden meist ohne Bodenverschraubung eingebaut und können durch den Wasserdruck angehoben werden. Die Feuerwehr stabilisierte betroffene Tanks, es trat in keinem Fall Öl aus. Um die Feuerwehren des Boldecker Landes zu entlasten, unterstützten sie Einsatzkräfte aus der Samtgemeinde Isenbüttel, der Sassenburg, des THW Wolfsburg. Zur Versorgung der Helfer baute die SEG des DRK Gifhorn eine Station am Schulzentrum Weyhausen auf. Samtgemeinde Bürgermeisterin Anja Mayer war ebenfalls den ganzen Abend vor Ort und lobte alle Einsatzkräfte für ihre Arbeit.

Autofahrer umfuhren Absperrungen

Leider kam es im Verlauf des Einsatzgeschehens auch zu unerfreulichen Szenen, da einige Autofahrer bewusst Absperrungen umfuhren und sich dadurch in Gefahr brachten. In der Ortsmitte verunfallte ein VW Caddy in einen aufgespülten Gullydeckel, ein Fahrzeugführer versuchte einen Druckschlauch der Feuerwehr zu überfahren und ein Fahrzeug fuhr sich auf einem überfluteten Feldweg fest.

Anwohner brachten Einsatzkräften Essen

Ganz besonders Lob zollte Einsatzleiter Teitge neben den Einsatzkräften auch vielen Anwohnern, die den ehrenamtlichen Helfern Getränke und kleine Snacks anboten. Teitge: "Hier zeigt sich, dass die Bürger der Gemeinde bei Extremlagen zusammenrücken und sich gegenseitig helfen."

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