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Ranta: Staatsanwalt fordert zwei Jahre, neun Monate

Gericht Ranta: Staatsanwalt fordert zwei Jahre, neun Monate

Zwei Jahre und neun Monate Haft wegen Bestechlichkeit in besonders schwerem Fall hat am Donnerstag die Staatsanwaltschaft im Landgerichts-Prozess gegen Weyhausens ehemaligen Bürgermeister Hans-Georg Ranta gefordert. Dessen Anwalt plädierte auf ein Jahr, ausgesetzt zur Bewährung.

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Landgericht: Am Donnnerstag hielten im Klanze-Prozess Staatsanwalt und Verteidiger ihre Plädoyers. Photowerk (jr Archiv)

Quelle: Jörg Rohlfs

Weyhausen. Der Staatsanwalt sah es als erwiesen an, dass Ranta als Bürgermeister eine Pflichtverletzung begangen habe, als er für den Verkauf des Klanze-Grundstücks vom Investor eine Gegenleistung (350.000 Euro) gefordert und bekommen habe: „Es wurde nicht ausgesprochen, aber alle wussten es.“ Der Angeklagte habe bei seinem Engagement, einen Investor zu finden, den Hintergedanken gehabt, „einen enormen Gewinn zu erzielen“.

Zu Gunsten von Ranta sei sein Geständnis zu werten, seine „gesundheitlichen Einbußen“ und die lange Zeit, die die Tat zurück liegt. Negativ ins Gewicht falle „die beträchtliche Summe“ sowie die „besondere Beharrlichkeit“ im Bemühen, einen persönlichen Vorteil zu erzielen.

Die Verteidigung erklärte, Ranta habe Schaden von der Gemeinde abgewendet, als es ihm gelang, die „Totgeburt“ Klanze zu verkaufen. Er habe keine Dienstpflicht-Verletzung begangen, weil „derart weit gehende Tätigkeiten ein Bürgermeister nicht machen muss“. Auch gehe es nicht um Bestechung, sondern lediglich um Vorteilsnahme. Ferner habe sein Mandant nicht vorsätzlich gehandelt: „Er ist vielleicht etwas blauäugig in die Sache hinein geraten. Er wusste nicht, dass er etwas Strafbares tut.“ Das Ehepaar Ranta habe „kaum etwas von dem Geld gehabt. Es wurde versteuert und Steuerschulden wurden beglichen.“

Der Richter merkte an, dass Rantas Klanze-Bemühungen „am Markt geldwert sind, aber als Bürgermeister macht man das umsonst“. Am kommenden Montag soll das Urteil gesprochen werden.

 jr

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