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Pferde-Parcours stört Naturschutzgebiet

Wirbel um Otto Troppmanns Wiese bei Weyhausen Pferde-Parcours stört Naturschutzgebiet

Kein Pardon: Bis Dezember muss Otto Troppmann die bunten Gerätschaften für das Training mit seinem Traberhengst Rockardo de Bomo auf der Wiese an der Bundesstraße westlich von Weyhausen entfernen. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises will es so, weil das Gelände im Naturschutzgebiet liegt.

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Große Enttäuschung: Otto Troppmann und Rockardo de Bomo müssen ihren Trainingsplatz westlich von Weyhausen räumen.

Quelle: Jörg Rohlfs

Weyhausen. „Warum muss man einem alten Mann sein letztes Spielzeug weg nehmen“, fragt der 75-Jährige, der als Tüftler und Weltrekordjäger bekannt ist, und eben auch seit fünf Jahren zweimal am Tag mit dem 13-jährigen Vollblüter Denk- und Geschicklichkeitsspielchen auf dem Parcours übt. Troppmann akzeptiert die Anordnung, verständlich ist sie ihm nicht: „Zehn Meter weiter donnern am Tag 20.000 Fahrzeuge vorbei. Und ich bin ein großer Umweltfrevler?“

Auf der Wiese hätten gerade in den von Troppmann installierten Nistkästen zwölf Feldsperlings-, sieben Rauchschwalben- und zwei Rotschwänzchen-Paare gebrütet. Fledermäuse und ein Rüttelfalke seien dort ebenso zuhause wie nebenan Störche in den beiden von Troppmann errichteten Nestern. Sein Traum sei immer noch, dass ein Entscheidungsträger „in Niedersachsen Erbarmen“ mit ihm hat und eine Sondergenehmigung gibt, den Parcours so lange zu betreiben, „wie ich’s gesundheitlich noch kann“.

„Großes Verständnis“ für das Bedürfnis, „in freier Natur tätig zu werden“, hat Stefan Hölter von der Gifhorner Behörde: „Aber ich muss dafür sorgen, dass die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden.“ Im Naturschutzgebiet Allertal dürften Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei betrieben, Wiesen gemäht oder beweidet werden – mehr nicht: „Eine Nutzung zu Freizeitzwecken ist unzulässig“, so Hölter. „Erhebliche Störungen für Tiere und Pflanzen“ könnten sonst die Folge sein.

Von Jörg Rohlfs

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