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Kehrtwende: Okay zu Baugebieten

Osloß Kehrtwende: Okay zu Baugebieten

Boldecker Land. Der Samtgemeinderat hat grünes Licht für neue Baugebiete in Osloß gegeben.

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Baugebiete für Osloß: Der Samtgemeinderat des Boldecker Landes stimmte nach vehementer Diskussion zu.

Quelle: Christina Rudert

Recht vehement diskutierte der Samtgemeinderat Boldecker Land am Dienstagabend den Osloßer Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans. Mit 16 Ja- und drei Nein-Stimmen bei einer Enthaltung beauftragte er die Verwaltung, die Änderung einzuleiten.

Zur Vorgeschichte gehörten eine emotionale Diskussion im Bauausschuss, der die Ablehnung des Antrags empfohlen hatte, und die Ankündigung des Osloßer Rates, im Falle einer Ablehnung durch den Samtgemeinderat geschlossen zurückzutreten. Das war sauer aufgestoßen, das Wort Erpressung fiel, von einem „kontraproduktiven Vorgehen“ sprach Siegfried Schink (WBL). „Das sollte so nicht rüber kommen“, entschuldigte sich Birgit Schulze (SPD) aus Osloß, „ich bitte darum, dem Antrag zuzustimmen, weil sonst zwei Jahre Ratsarbeit umsonst gewesen wären.“ Der Osloßer Bürgermeister Jens Dürkop, der für die WBL im Samtgemeinderat sitzt, versuchte zu erklären: „Wir hatten den Eindruck, dass mitten im Spiel die Regeln geändert werden.“

Mit Regeln meinte er das übliche Vorgehen des Samtgemeinderats, das Kerstin Preuß (SPD) formulierte: „Wir greifen normalerweise nicht in die Belange einer Gemeinde ein.“ Zumal wenn die Änderung per Ratsbeschluss beantragt wird, die Gemeinde die Kosten übernimmt und die Belange der Samtgemeinde nicht berührt werden, was hier der Fall sei.

Rudi Matz (SPD) hatte das Konfliktpotenzial ins Feld geführt, das ein Baugebiet neben einem Sportplatz mit Flutlicht, Training und Veranstaltungen am Wochenende, neben Hundesport- und Reit- und Fahrverein mit ihren jeweiligen Aktivitäten bedeute. Er befüchte, dass es zu Beschwerden komme. „Ich kann den Osloßern nicht zumuten, dass Vereine sterben, die Kulturträger im Dorf sind.“

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