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Erstmalig: Doppelsieg für Supermoto-Pärchen

Osloß Erstmalig: Doppelsieg für Supermoto-Pärchen

Osloß. Noch nie hat ein Pärchen die Deutsche Amateurmeisterschaft beim Supermoto gewonnen - aber jetzt ist es passiert beim Saisonfinale in Aschersleben: Carolin Wietig fuhr auf den zweiten Platz, ihr Freund Dennis Köchy stieg ganz oben aufs Treppchen. Beide wohnen zusammen in Osloß.

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Premiere bei der Deutschen Amateurmeisterschaft im Supermoto: Mit Dennis Köchy und Carolin Wietig aus Osloß belegte erstmals ein Pärchen die ersten beiden Plätze.

Quelle: Uwe Dykow

Es wurmt die 27-Jährige schon ganz schön, dass sie nur Zweite wurde: „Ich bin ziemlich ehrgeizig“, räumt die gelernte Erzieherin ein, die mit dreieinhalb Jahren das erste Gelände-Motorrad vom Motocross-fahrenden Papa geschenkt bekam. Vor dem letzten Renntag auf dem Harzring lag Carolin noch sieben Punkte vor Dennis und hätte das Ding nur nachhause schaukeln müssen.

Das erste Rennen gewann die Osloßerin auch noch, trotz gebrochener Rippe, im zweiten hatte sie einen Platten und eierte abgeschlagen ins Ziel. Und den dritten, entscheidenden Lauf holte sich Dennis - trotz eines Rutschers mit Bodenkontakt - und damit auch die Meisterschaft. Und das, obwohl Carolin schon seit sieben Jahren beim Supermoto fährt und der gleichaltrige Dennis erst seit drei.

Aber nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem Rennen, zumal das Supermoto-Pärchen dank ihres Erfolgs aufgestiegen sind und kommendes Jahr mit B-Lizenz fahren. Fast jedes Wochenende packen die beiden ihre Maschinen in den Transporter und fahren dahin, wo gefahren werden kann: „Das ist ein klarer Vorteil, bei uns gibt‘s keine Diskussionen, was wir machen“, lacht Carolin Wietig, die möglicherweise jetzt noch härter trainiert - besonders offroad: „Das ist meine Schwachstelle.“

Das ist Supermoto

Gefahren wird Supermoto auf umgebauten und hoch gezüchteten Crossmaschinen – 450 Kubik und zirka 60 PS – mit Slicks oder Regenreifen auf 17-Zoll-Felgen.

Das Basismodell des italienischen Herstellers TM, das Carolin Wietig fährt, kostet 9000 Euro: „Es gehen aber auch 15.000.“ Nach jeweils 60 Rennstunden steht eine Revision des Motors an: „Es ist ein teures Hobby, aber wir leben dafür.“ Ohne ein Team wäre es schwierig, es so zu leben wie Wietig und Dennis Köchy es tun: Es heißt Supermotostore, hat seinen Sitz in Kleve und vereint zehn Fahrer. Um die Meisterschaft fahren bundesweit zirka 120 Fahrer, darunter gerade mal fünf Frauen.

Bei den Amateuren werden pro Rennen zwölf Minuten und drei Runden gefahren. Der Kurs besteht zu 80 Prozent aus Asphalt, der Rest ist Offroad und beinhaltet Sprünge von bis zu 15 Metern – die machen der deutschen Amateur-Vizemeisterin besonders viel Spaß, ebenso wie das Spiel mit Schwerkraft bei extremen Schräglagen.

Wietig und Köchy kann man auf Facebook unter d-c-racing besuchen.

 jr

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