Von Angesicht zu Angesicht: Eddy Gutknecht (r.) und Robert
Stieglitz beim ersten Treffen vor dem WM-Duell am 17. April.
Vor dem Interview standen die Boxer locker zusammen. Riesen Rivalität vor Gutknechts wichtigstem Fight? Keine Spur! Beide lachen, geben sich gelöst, als planten sie gerade den nächsten Urlaub. Erst als der Fight auf der Agenda steht, wird es ernster – und verschlossener. In die Karten lässt sich keiner schauen – weder Gutknecht mit Coach Magomed Schaburow noch Stieglitz mit Trainer Torsten Schmitz. Wie sein Schützling den Champion boxen muss? „Das wird man sehen.
Robert hat nur zwei Hände und nicht drei“, sagte Schaburow. Was ab jetzt ansteht? „Sparring“, so beide Trainer wortkarg. Dafür war der Respekt für den Gegner trotz viel Selbstbewusstsein (Eddy: „Den Gürtel will ich haben!“) spürbar. „Er ist technisch gut ausgebildet“, lobte Stieglitz. Gutknecht gab’s zurück: „Robert macht viel Druck, hat sich boxerisch gesteigert.“
Für markige Sprüche war Ulf Steinforth, Promoter des Stieglitz-Stalls SES, zuständig: „Es wird nicht leicht, Robert vom Thron zu stoßen.“ Und: „Es ist nicht nur ein Duell der Kämpfer, sondern auch der Trainer und der Promoter von Spotlight und SES.“ Doch es wurde wieder zahmer. Gutknecht: „Ich freue mich jetzt einfach auf den Kampf.“ Wie’s schon vorher im Wortduell keinen echten Knockout gab, blieb auch das abschließende Fotoshooting locker.
Böse Blicke gab’s keine. Noch nicht…
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