Fußball: Eintracht heute bei Bayern II
(ale) Torsten Lieberknecht muss kräftig schmunzeln. „Das ist unser Monsieur 100.000 Volt“, sagt er, wenn die Rede auf Smail Morabit kommt. Der Offensivmann tritt heute um 14 Uhr mit seinem Klub Eintracht Braunschweig in der 3. Fußball-Liga bei Bayern München II an.
Steht immer unter Strom: Smail Morabit (l.) hat sich bei der Eintracht einen Stammplatz erkämpft.
Morabit, der ebenso den französischen wie den marokkanischen Pass besitzt, war mit Stürmer Kingsley Onuegbu im Sommer 2008 aus der Oberliga Südwest nach Braunschweig gekommen. Lieberknecht glaubte an das Potenzial des Duos. Nachdem Onuegbu zum Publikumsliebling wurde, ist nun auch Morabit zumindest auf einem guten Weg, seinen Stammplatz zu festigen.
Begonnen hatte Morabits Zeit bei der Eintracht ausgesprochen holprig. Er war lange verletzt und kam nach einem Todesfall mit seiner Rolle als neues Familien-Oberhaupt schwer zurecht. Doch mittlerweile ist der 21-Jährige durchgestartet.
„Er hat unglaubliche technische Fähigkeiten, manchmal macht er es sich aber wieder selbst kaputt. Der Ertrag passt noch nicht“, beschreibt sein Trainer die Spielwiese von Morabit. Lieberknecht weiter: „Die nötige Ruhe werden wir ihm noch beibringen. Aber für die besonderen Momente ist er schon jetzt immer gut.“
Wegen seines Temperaments nennt ihn sein Trainer in Anlehnung an den Sänger Gilbert Bécaud „Monsieur 100.000 Volt“. Aber, so grinst der Coach: „Ab und zu muss man ihn auch mal von der Steckdose runterziehen.“ Zunächst ist aber wieder Starkstrom angesagt – heute an der Grünwalder Straße.
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