Maurice Niesner hat seinen Ruf als bester Allrounder im deutschen Badmintonsport eindrucksvoll bestätigt: Nach Bronze im Einzel (2007) und Bronze im Mixed (2009) machte der Gifhorner jetzt bei der DM in Bielefeld mit Till Zander (Hamburg) einen Haken hinters Doppel, gewann auch hier Bronze: „Damit habe ich mein großes Ziel erreicht!“
DM-Bronze! Gifhorns Maurice Niesner (r.) spielte mit dem Hamburger Till Zander groß auf, wurde erst im Halbfinale nach einem packenden Match gestoppt.
Mit 21:17 und 21:19 warfen die beiden Freunde im Viertelfinale Tim Dettmann und Jan-Sören Schulz (Berlin/Lüdinghausen) aus dem Rennen. Die Medaille war sicher. „Till und ich waren körperlich und spielerisch sehr gut drauf. Das hat wahnsinnig Spaß gemacht“, berichtet Niesner und fügt hinzu: „Viel besser können wir nicht spielen.“
Wobei: „Mit mehr Matchpraxis wäre im Halbfinale der Gewinn des ersten Satzes drin gewesen“, so der Gifhorner. Doch Michael Fuchs und Ingo Kindervater (Bischmisheim/Beuel) holten sich den ersten Durchgang mit 21:17, legten ein 21:15 nach. Niesner ehrlich: „Die beiden waren den Tuck besser.“
Lob gab’s von Hans Werner Niesner. „Jetzt hat Maurice in allen Disziplinen seine Medaille. Das macht mich wahnsinnig stolz“, sagt Niesner nicht nur als Trainer, sondern in erster Linie als Vater.
Und so hielt sich auch die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus im Mixed in Grenzen. Hier hatte Maurice Niesner mit der Ex-Gifhornerin und Titelverteidigerin Annekatrin Lillie (Wittorf) sogar vom Titel geträumt. Doch mit 17:21, 21:9, 13:21 zog das Duo gegen Mike Joppien/Fabienne Deprez (Langenfeld) den Kürzeren: „Vielleicht hat uns hier die Lockerheit gefehlt.“
Doch Bronze im Doppel überstrahlte alles. Das große Ziel ist damit erreicht. Und jetzt? „Mal schauen, ob’s bei der nächsten DM nicht noch ein bisschen höher geht…“, schmunzelt Deutschlands bester Allrounder.
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