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Tischtennis

Der MTV Wasbüttel zeigt sich von seiner dunkelsten Seite

Ausgerechnet zu seinem 100-jährigen Vereinsjubiläum zeigte sich der MTV Wasbüttel von seiner dunkelsten Seite: Beim Black-TT-Turnier mit mehr als 100 Teilnehmern bewies die Tischtennis-Sparte, dass ihre Sportart auch ohne Licht eine Attraktion ist. Sebastian Liebert (Bambinis), Darina Herdlitschke (Nachwuchs) und Dennis Masloch bei den Erwachsenen stellten als Sieger alle anderen in den Schatten…
Faszinierend: Der MTV Wasbüttel traf mit seinem Black-Tischtennis-Turnier voll ins Schwarze.

Faszinierend: Der MTV Wasbüttel traf mit seinem Black-Tischtennis-Turnier voll ins Schwarze.

© Photowerk (cw/2)
Einfallsreich: Die Teilnehmer schminkten sich.

Einfallsreich: Die Teilnehmer schminkten sich.

Die für die Veranstaltung in der Wasbütteler Halle angebrachten Schwarzlicht-Leuchtröhren waren die einzigen Lichtquellen, zu sehen waren nur weiße und fluoreszierende Materialien. Entsprechend wurden Tischkanten, Netz, Schläger und
T-Shirts präpariert.

Gespielt wurde im All-equal-Modus – alle hatten die gleichen Voraussetzungen und das gleiche Material. „Das macht auch den Reiz mit aus“, erklärte Turnierleiter und Black-TT-Gründer Marco Fehl.

Für einen erhöhten Spaßfaktor sorgte zudem das Doppel. Es ergab schon ein kurioses Bild, wenn die Spieler im Dunkeln verzweifelt auf der Suche nach den oftmals fremden Doppelpartnern waren. „Gerade, dass vermehrt auch verschieden starke Spieler zusammen ran mussten, gab der Sache die Vielfalt und den Eventcharakter“, so Fehl zufrieden.

Letztendlich behielten Masloch, Herdlitschke und Liebert auch ohne Licht den Überblick – sie tappten, wenn auch im Dunkeln, auf das Siegertreppchen…

Erwachsene:
1. Dennis Masloch
2. Heiko Peterson
3. Harro Großkurth und Thomas Freyer

Nachwuchs:
1. Darina Herdlitschke
2. Finn Herrmann
3. Carmen Schineller und Anne Döring

Bambinis:
1. Sebastian Liebert
2. Markus Heuer
3. Timo Beise und Kevin Loos

„Davon erzählen wir noch in Jahren“

Ausschließlich fröhliche Gesichter bot das Black-TT-Turnier des MTV Wasbüttel: Selbst dem Gründer des Tischtennis unter Schwarzlicht, Marco Fehl, fehlten die Worte angesichts der tollen Resonanz.

„Wasbüttel ist der Hammer“, staunte Fehl, „hier ist alles total familiär. Um die Turnierleitung wurde sich gekümmert, als ob wir schon zehnmal hier gewesen wären.“ Auch der Gründer, der hauptberuflich als Sport-Dozent an der Uni Leipzig tätig ist, bekam mächtig Lob für seine Idee: „Das war ein Tischtennis-Erlebnis mit Nachhaltigkeit. Davon kannst du in Jahren noch erzählen“, freute sich MTV-Spartenleiter Eduard Arnold, der sichtlich stolz feststellte: „Wasbüttel ist in Niedersachsen ein Vorreiter in dieser Sportart.“

Für alle Interessierten, die den Termin in Wasbüttel verpasst haben, plant Fehl eine „Drecksau-Party-Serie“ durch Deutschland, bei der sich jeder Spieler vorher mit den fluoreszierenden Farben beschmieren soll. „Zudem ist die Schwarzlicht-Version bereits im Badminton und Darts getestet worden“, berichtet Fehl.

mäk


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