Spielt nicht mehr für Badminton-Erstligist BV Gifhorn: Yoga Pratama.
„Wir haben alles versucht, aber Yogas Visum gilt ausschließlich für den Besuch der Schule. Er hat ein ausdrückliches Arbeitsverbot. Bis auf Weiteres wird Yoga nicht spielen“, fasst BVG-Coach Hans Werner Niesner die Sachlage zusammen.
Die Gifhorner hatten versucht, das Visum für Pratama zu erweitern, reichten über einen Anwalt einen Antrag ein. Doch alle Bemühungen und Gesuche wurden von der Ausländerbehörde abgeschmettert. „Es wurde knallhart darauf verwiesen, dass das Visum ausschließlich für die Schule ist“, bedauert Niesner.
Des einen Pech scheint aber dennoch der anderen Glück zu sein. Da Pratama nicht mehr im BVG-Dress aufschlagen kann, ist ein Platz für Nicht-EU-Ausländer frei – die Chance für Stasa Poznanovic (Kroatien). „Unser großes Glück ist, dass Stasa vor zwei Wochen auf Verdacht zugesagt hat. Zudem spielt sie auch keine Olympia-Quali“, berichtet Niesner und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass wir nun im Damen-Doppel und im Mixed stärker sind.“
Einen Funken Hoffnung hat Niesner aber auch in Sachen Pratama: „Vielleicht ergibt sich eine Situation, in der sein Einsatz doch wieder möglich wird.“
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Die Badminton-Cracks des BV Gifhorn müssen in Zukunft ohne Yoga Pratama auskommen. Doch zumindest in einem Punkt hat Gifhorns Badminton-Bundesligist Glück im Unglück: Alle Zähler, die der BVG bisher eingefahren hat, bleiben erhalten.
„Mit den Punkten ist alles okay, da gibt es keine Probleme“, so Gifhorns Coach Hans Werner Niesner. „Wenn ein Spieler die DBV-Spielgenehmigung hat, kann sie ihm nicht rückwirkend entzogen werden. Deshalb hat Gifhorn nichts zu befürchten“, stellt auch Arno Schley, Vorsitzender des Ausschusses für Bundesliga-Angelegenheiten im Deutschen Badminton-Verband (DBV), klar.
Die Situation für den BVG war dabei in den vergangenen Monaten keine einfache. „Wir haben da in einem Protestverfahren gelebt. Der DBV hat uns bei dem Antrag auf Visumsänderung sogar mit einer unterstützenden Stellungnahme unter die Arme gegriffen“, sagt Niesner über die Bemühungen der vergangenen Wochen.
Doch der Antrag wie auch der folgende Einspruch scheiterten. Als alle Rechtsmittel ausgeschöpft waren, zog der BVG die Reißleine. „Wir können mit Yoga Pratama keinen Vertrag abschließen, deshalb kann er auch bis auf weiteres nicht mehr für uns spielen“, so Niesner, dem das Pratama-Problem nahe geht: „Wir müssen das schweren Herzens hinnehmen. Es tut uns wirklich sehr, sehr leid.“ Und das nicht nur sportlich, sondern auch menschlich…