Die große Chance zum Sieg gegen Karlsruhe: Aber nach dem Foul von Bakary Soumaré an Eintrachts Mirko Boland scheiterte Domi Kumbela (l.) vom Elfmeter-Punkt am starken KSC-Keeper Dirk Orlishausen.
Vor allem die erste Halbzeit gab den 18.000 Zuschauern einige Rätsel auf. Denn das war nicht das Team, das sie aus der Hinrunde kannten. Der Spielaufbau war behäbig, vieles war nur Stückwerk, es fehlten die durchdachten Aktionen. Norman Theuerkaufs Freistoß an den Pfosten (14.) war die einzige gute Chance in Hälfte eins. Bitter: Theuerkauf musste später nach einem Zusammenprall mit Damir Vrancic mit einer tiefen Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden.
Auch in der Abwehr der Eintracht ging‘s öfter drunter und drüber. Deniz Dogan vertändelte als letzter Mann den Ball, Theuerkauf blockte den Schuss von Alexander Iashvili auf das leere Tor noch ab (11.). Keeper Daniel Davari stand danach zweimal goldrichtig: Zuerst, als Bakary Soumaré die Kugel aus einem Meter (!) nicht über die Linie drücken konnte (23.), dann beim Schuss von Pascal Groß, dessen Abpraller Christian Timm aus kurzer Distanz über das Tor hebelte (29.).
Es war reines Glück, dass die Eintracht mit einem 0:0 in die Pause ging. Aus der kam sie jedoch deutlich druckvoller heraus, der Ball lief besser. Julius Reinhardt scheiterte per Kopf (53.), dann legte Soumaré Mirko Boland – Elfer! Domi Kumbela lief an, doch Keeper Dirk Orlishausen wehrte ab (57.).
Die Blau-Gelben blieben jedoch dran. Ken Reichel scheiterte knapp mit einem Volleyschuss (63.) und Vrancic mit einem Kopfball (65.). Dann tauchte Kumbela allein vor dem Keeper auf (83.) und vergab ebenso wie auf der Gegenseite Bogdan Müller (84.). Das war‘s – die Eintracht bleibt im Jahr 2012 ohne Sieg.
tik