Da lief es noch gut: Danir Vrancic trifft hier beim Hinspiel in Karlsruhe per Freistoß.
Die Saison war erst sechs Minuten alt, als Dennis Kruppke die Blau-Gelben am ersten Spieltag gegen 1860 München mit 1:0 in Führung köpfte – nach einem Freistoß von Nico Zimmermann. Es folgten bis zum zehnten Spieltag noch fünf weitere Treffer nach Standards. So etwa das 1:0-Siegtor gegen den FC St. Pauli. Oder das späte 1:1 beim FSV Frankfurt.
Doch seitdem gab‘s nur noch einen Treffer nach einem ruhenden Ball: am 16. Spieltag beim 4:0 gegen den VfL Bochum.
Und beim 0:0 gegen Karlsruhe war zu sehen, warum das so ist. „Unsere Standards haben nicht so geklappt wie erhofft“, sagte Verteidiger Deniz Dogan. Sein Trainer wurde deutlicher: „Sie waren katastrophal“, erklärte Torsten Lieberknecht. Dabei ist der KSC das Team, das ligaweit die meisten Gegentore nach ruhenden Bällen bekommt (20). Und die Gäste gaben den Blau-Gelben auch genug Gelegenheit, leisteten sich nicht weniger als 30 Fouls. Aber der Braunschweiger Ertrag daraus war gleich Null. „Vor allem die Freistöße von der Seite waren schlampig“, ärgerte sich Lieberknecht.
Doch es gibt Hoffnung: Am Montag, wenn die Eintracht um 20.15 Uhr bei Erzgebirge Aue antritt, könnte Zimmermann wieder dabei sein. Der Mittelfeldspieler ist ein Standardspezialist, verpasste aber wegen Rückenproblemen den Großteil der Vorbereitung. Inzwischen ist er jedoch wieder voll im Training. „Es sieht schon viel besser bei ihm aus“, so sein Coach. Dass Zimmermann eine Waffe sein kann, hat er schon bewiesen: Er ist mit acht Vorlagen in nur 14 Partien immer noch der beste Torvorbereiter der Eintracht.
tik