Doppeltorschütze: Der Frankfurter Alexander Meier (v.) erzielte beide Treffer gegen Eintracht Braunschweig (h. Ermin Bicakcic).
Und wie schon beim 0:3 im Hinspiel war‘s Alex Meier, der Blau-Gelb fast im Alleingang erledigte. Die Frankfurter begannen druckvoll und wirbelten die Gäste-Abwehr ordentlich durcheinander. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht, der überraschend Damir Vrancic draußen ließ und dafür Julius Reinhardt brachte, stand viel zu weit weg von den Gegenspielern, kam meist einen Schritt zu spät.
Doch die Sache mit den Nadelstichen klappte dafür ziemlich gut. Benjamin Köhler bekam im Gäste-Strafraum freistehend keinen Druck hinter den Ball – und dann ging‘s schnell: Mathias Fetsch schickte Domi Kumbela, der ließ Gegenspieler Martin Amedick recht locker stehen, flankte – und Dennis Kruppke köpfte sicher zum glücklichen 1:0 ein.
Das Glück hielt jedoch nicht lange: Erst entwischte Meier nach einer Flanke Deniz Dogan und nickte ein, dann war nach einer Ecke Fetsch zu weit weg – und binnen elf Minuten hatten die Hessen die Partie gedreht. Zwar hatten die Blau-Gelben bis zur Pause noch zwei gefährliche Szenen durch Reinhardt und Dogan, aber der Ball wollte nicht rein.
In der Halbzeit brachte Lieberknecht Vrancic, und fortan bekam sein Team einen besseren Zugriff, gewann nun mehr Zweikämpfe, hatte größere Spielanteile. Doch dafür ging nun nach vorn nichts mehr – Mirko Bolands Schuss neben den Pfosten in der Nachspielzeit war die einzige Chance in den zweiten 45 Minuten. Und das war viel zu wenig.
tik/hot
Wieder nichts Zählbares im Eintracht-Duell: Trotz einer Leistungs-Steigerung standen die Braunschweiger Zweitliga-Fußballer beim 1:2 in Frankfurt mit leeren Händen da.
Aber im Vergleich zum Hinspiel-0:3, als die Braunschweiger dem Bundesliga-Absteiger in allen Belangen unterlegen gewesen waren, lief es jetzt besser. „Ein Punkt wäre uns jedoch lieber gewesen“, erklärte Gäste-Coach Torsten Lieberknecht, der von einem „gebrauchten Tag“ sprach.
Ein Grund, warum es mit dem Punkt nicht klappte, war Frankfurts Stürmer Alex Meier, der wie im Hinspiel doppelt traf. „Er bringt Qualität mit, ist schwer zu verteidigen“, so Lieberknecht. „Ein brandgefährlicher Stürmer, da müssen wir enger dran sein“, befand Neuzugang Ermin Bicakcic, der zwar ein ordentliches Debüt feierte, aber sagte: „Ich schaue eher auf die Mannschaftsleistung. Deshalb bin ich enttäuscht.“ Deniz Dogan war beim 1:1 nicht nah genug an Meier dran, sagte: „Das war zuvor ein tödlicher Pass.“
Es war mehr drin, das erklärte auch Torschütze (sein zehnter Treffer) und Kapitän Dennis Kruppke: „Wir wussten, dass es Lücken gibt, weil Frankfurt nach vorn spielt, und wollten die Fehler ausnutzen. Leider hat’s nur zu einem Tor gereicht.“
Vor allem der Ex-Braunschweiger und jetzige Frankfurter Martin Amedick ließ sich oft von Domi Kumbela überlaufen. Lieberknecht augenzwinkernd: „Ich habe ja noch mit Martin gespielt. Ich war damals schon schneller als er…“
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