Kann er doch schon wieder spielen? Eintrachts Keeper Daniel Davari ist wieder raus aus dem Krankenhaus.
Der Torhüter war am Donnerstag im Training mit einem Mitspieler unglücklich zusammengerasselt, verkrampfte und wurde per Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. Zwar wurde schnell festgestellt, dass sich der 24-Jährige keine ernsthaften Verletzungen zugezogen hatte, doch ein Einsatz in Aue schien so gut wie ausgeschlossen. Doch das ist er inzwischen nicht mehr.
„Daniel braucht jetzt vor allem Ruhe“, sagt Coach Torsten Lieberknecht. „Aber wenn die Ärzte ihr Okay geben, ist es nicht ganz abwegig, dass er tatsächlich zum Einsatz kommen wird.“ Denn Davari hatte Glück im Unglück, zog sich bei dem heftigen Zusammenprall nur eine leichte Gehirnerschütterung zu. Falls es aber nicht reichen sollte, würde Marjan Petkovic spielen.
Ansonsten fehlen weiter die Langzeitausfälle Marcel Correia, Benjamin Kessel, Matthias Henn und Steffen Bohl. Dafür ist Mittelfeldspieler Nico Zimmermann (Rückenprobleme) wieder eine Option. „Nico hat sehr ordentlich trainiert“, gab‘s Lob von seinem Trainer. Der ist überzeugt davon, dass sich seine Elf trotz der derzeitigen Verletzungsmisere ordentlich verkaufen wird: „Bisher haben wir das ja auch gut kompensiert, indem wir anderen Spielern das Vertrauen geschenkt haben. Wir fahren mit viel Optimismus nach Aue und wollen den nächsten Schritt in Richtung der 40-Punkte-Marke machen.“
Er ist in Wolfsburg geboren, hat in Vorsfelde und beim VfL II gekickt – doch seit dieser Saison schnürt Mike Könnecke seine Fußballschuhe für Zweitligist Aue. Vor dem Gastspiel der Braunschweiger Eintracht im Erzgebirge am Montag nahm sich der Stürmer kurz Zeit für die AZ/WAZ – und sprach dabei über...
...sein erstes halbes Jahr in Aue: „Ich kann relativ zufrieden sein, bin ja aus der Regionalliga in die 2. Liga gekommen und habe zwölf Einsätze bekommen. Der Unterschied zwischen den Ligen ist schon groß, alles ist schneller. Man hat hier nicht viel Zeit, um den Ball anzunehmen.“
...das Spiel gegen die Eintracht: „Ich habe zwar einen guten Freund, der Eintracht-Fan ist, aber ansonsten ist das für mich keine besondere Partie. Ich schätze den Gegner jedoch sehr stark ein. Wir haben schon beim 1:1 im Hinspiel zu spüren bekommen, dass das eine sehr schnelle Mannschaft ist. Wir werden sie nicht unterschätzen.“
...die Krise in Aue: „In der Saison zuvor wurde das Team oft von der Aufstiegseuphorie getragen. In dieser Spielzeit haben wir noch nicht so zueinandergefunden. Da ist ein Knoten drin und der muss endlich mal platzen. Am besten schon am Montag, schließlich gibt es für einen Fußballer nichts Schöneres als ein Flutlichtspiel im eigenen Stadion.“
...seine Heimat: „Ich pflege noch viel Kontakt nach Wolfsburg, bin fast alle zwei Wochen da, um Freunde und Familie zu besuchen. Vergangenes Wochenende war ich auch beim VfL II, hab mit einigen Spielern und dem Trainer Lorenz-Günther Köstner gesprochen. Diese Kontakt in die Heimat ist mir schon sehr wichtig.“
tik