Kein Vorwurf ans Team: Eintrachts Coach Torsten Lieberknecht analysierte ruhig.
Denn er war es erneut, der seine Mannschaft gegen die andere Eintracht in Führung gebracht hatte – mit seinem schon zehnten Saisontor! Zum Vergleich: In seiner bisherigen Laufbahn hatte der 31-Jährige in 114 Partien in der 1. und 2. Bundesliga neunmal für Lübeck und Freiburg getroffen – die Marke ist seit dem Kopfball in Minute fünf in Frankfurt Geschichte.
Doch freuen konnte er sich darüber nicht – weil Alex Meier die Partie mit zwei Toren noch drehte. „Sehr ärgerlich“, so Kruppke. „Uns hat in den entscheidenden Szenen das Glück gefehlt.“ Sein Coach sah‘s ähnlich: „Die Gegentore waren nur schwer zu verteidigen“, erklärte Torsten Lieberknecht, der seinem Team vom Engagement her „keinen Vorwurf“ machen wollte.
Einen Vorwurf mussten sich die Blau-Gelben aber gefallen lassen: In Hälfte zwei erspielten sie sich fast keine Chancen. „Wir haben zwar gut dagegengehalten, aber nach vorn hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte Kruppke. Lieberknecht: „Die eine oder andere Situation hätten wir besser ausspielen müssen. Wir sind daher enttäuscht, denn wir hätten etwas mitnehmen können.“
Der nächste Gegner ist nun am Samstag zu Hause Karlsruhe, das mit dem 2:1 gegen Aue den ersten Sieg seit sechs Spielen schaffte. „Jetzt müssen wir sehen, dass wir gegen den KSC wieder punkten“, so Lieberknecht. Auf Kruppke kann er bauen – der hat im Hinspiel schon getroffen.
tik