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Zick-Zack-Zuck und ein Traumtor

Eintracht Zick-Zack-Zuck und ein Traumtor

Braunschweig. Das war stark: Mit 2:0 (1:0) gewann Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig gegen 1860 München. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.

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Spezialist für Tore gegen 1860: Hendrick Zuck.

Quelle: dpa

Beide Treffer fielen jeweils zu Beginn der Spielhälften - und beide waren absolut sehenswert.Mit One-Touch-Fußball spielten die Blau-Gelben die Abwehr der Münchener schwindlig. Beim 1:0 bediente Mirko Boland auf Linksaußen Jan Hochscheidt, dessen Pass nach innen Hendrick Zuck aus fünf Metern über die Linie drückte (5.). Zick-Zack-Zuck - und 1860 konnte nur zuschauen.

Das zweite Tor in der 47. Minute war noch schöner. Wieder kamen alle Braunschweiger Stationen mit nur einem Ballkontakt aus: Nik Omladic, Havard Nielsen, Omladic, Hochscheidt, Nielsen - und wieder Hochscheidt. Er brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. „Zum Zungeschnalzen“, lobte Eintrachts Trainer Torsten Lieberknecht.

Was seine Mannschaft aber verpasste: Sie ließ zu viele Chancen aus. Etwa Ken Reichel, der nach einer langen Flanke von Benjamin Kessel völlig frei stand (40., volley daneben). Oder Nielsen, der nach einem abgefälschten Ball frei vor 1860-Keeper Vitus Eicher auftauchte, an diesem jedoch scheiterte (52.). Oder Zuck, der in einer ähnlichen Situation das mögliche 3:0 vergab (68.).

Freilich hatten auch die Gäste zumindest eine Riesenchance. In der 38. Minute fiel Rodri plötzlich der Ball vor den Fuß, seinen Direktschuss aus fünf Metern wehrte Braunschweigs Torwart Rafal Gikiewicz jedoch mit dem Fuß ab - ein Super-Reflex. Die zweite große 1860-Chance hatte Dominik Stahl, der aus guter Position einen Volleyschuss über das Tor hämmerte (68.). Unterm Strich gingen die Braunschweiger aber verdient als Sieger vom Feld.

Personell hatte Lieberknecht übrigens mit der Aufstellung von Jan Washausen als Sechser überrascht. Der durfte bei der Eintracht fast auf den Tag genau nach drei Jahren erstmals wieder über 90 Minuten ran - und machte seine Sache ausgesprochen gut. Angreifer Emil Berggreen hingegen war kurzfristig wegen einer Verletzung ausgefallen.

Die Stimmen zum Spiel:

Jan Washausen: „Ich habe erst in der Besprechung vor dem Spiel erfahren, dass ich spiele. Es ist ein geiles Gefühl, weil das der Moment ist, auf den man so lange hinarbeitet. Ich war im Training gut drauf, der Trainer hat das gesehen.“

Marcel Correia: „Wir hatten vor, von Anfang an Druck zu machen – das ist uns in beiden Halbzeiten gelungen.“

Jan Hochscheidt: „Natürlich freue ich mich über mein erstes Saisontor. Aber wichtig ist nur, dass wir gewonnen haben.“

Mirko Boland: „Beide Tore waren sehr, sehr gut herausgespielt.“

Torsten Lieberknecht: „Der einzige Kritikpunkt ist, dass wir viel früher den Sack hätten zumachen müssen. Wenn wir alle Chancen genutzt hätten, wäre es für uns ruhiger gewesen. Die Tore könnten in Lehrvideos vorkommen, um zu zeigen, wie wichtig Passspiel im Fußball ist.“

Hendrick Zuck: „Zwei Saisontore, beide gegen 1860 – tja, die liegen mir wohl…“

ale

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