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„Wir haben gute Chancen, die K.-o.-Runde zu erreichen“

Fußball „Wir haben gute Chancen, die K.-o.-Runde zu erreichen“

Mit zehn Jahren war Daniel Davari zuletzt im Iran gewesen - und kehrte nun als Nationalspieler zurück. Für den Braunschweiger Torhüter, der die Eintracht zum 30. Juni Richtung Grasshoppers Zürich verlässt, ist es „eine große Ehre“, das Heimatland seines Vaters bei der Fußball-WM in Brasilien zu vertreten, wie er im Interview verrät.

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Zeremonie: Daniel Davari und die iranische Nationalmannschaft wurden in Teheran vor dem Flug zur WM nach Brasilien verabschiedet.

Quelle: dpa

Wie bewerten Sie die Aussichten des Iran bei der WM?

Argentinien ist der Favorit in der Gruppe. Wir haben Außenseiterchancen, können durch eine gute Mannschaftsleistung und den Teamgeist für Überraschungen sorgen. Wenn wir das erste Spiel gegen Nigeria positiv gestalten, haben wir gute Möglichkeiten, weiterzukommen.

Was für ein Typ ist Irans Cheftrainer Carlos Queiroz?

Absolut professionell. Man merkt es in allem, was er tut. Wie er mit den Spielern arbeitet, welchen Blick er auf den Fußball hat. Er spricht viel mit der Mannschaft, seine Sichtweisen sind beeindruckend. Man spürt seine Erfahrung, das Team hat einen Riesenschritt gemacht. Er ist genau der richtige Mann für den Job. Deshalb haben wir gute Chancen, die K.-o.-Runde zu erreichen.

Als Kind haben Sie das Land Ihres Vaters besucht. Wie ist Ihre Verbindung zum Iran?

Ich glaube, ich war zehn, als ich vor der Berufung für das Nationalteam das letzte Mal im Iran war. Die Familie meines Vaters lebt dort weiterhin. Deshalb ist es für mich sehr schön, sie mit großem Stolz zu erfüllen, dass ich für ihr Land spiele. Durch meinen Vater war der Kontakt immer da. Ich bin nicht fremd in dem Land, aber es ist natürlich immer noch eine andere Perspektive, wenn du mit 25 nach 15 Jahren Abstinenz zurück in ein Land kommst.

Sie lernen Persisch - wie gut können Sie sich verständigen?

Es ist nicht ganz so einfach. Ein bisschen verstehe ich schon, sprechen klappt noch nicht so gut, aber für die Verständigung auf und auch neben dem Platz reicht es schon.

Was bekommen Sie für Rückmeldungen aus dem Iran, die Fußball-Begeisterung soll riesig sein?

Absolut, die Iraner sind super-verrückt, was Fußball angeht. Es gibt unglaublich viele Leute, die den Fußball verfolgen, unglaublich viele Zuschauer in den Stadien. Ich war überrascht, dass man so schnell erkannt wird auf den Straßen. Ich war in Teheran beim ersten Lehrgang und wurde von vielen Leuten angesprochen.

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