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Warum der Retter nicht jubelte

Eintracht Braunschweig Warum der Retter nicht jubelte

Ausgerechnet Ermin Bicakcic, dürften sich die Fans und Verantwortlichen des VfB gedacht haben. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter schoss das 2:2 im Kellerduell der Fußball-Bundesliga für die Braunschweiger. Das Tor war so, so wichtig – doch gejubelt wurde nicht.

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Kaum Jubel: Eintrachts Tor-Held Ermin Bicakcic (v. in der Mitte) hielt sich respektvoll zurück, seine Mitspieler nicht.

Quelle: dpa

„Ich bin ein Stuttgarter Junge“, erklärte Bicakcic seine Zurückhaltung nach dem Treffer in der 82. Minute. „Ich habe meine ganze Jugend hier verbracht. Aus Respekt vor den VfB-Fans und dem gesamten Verein habe ich nicht gejubelt.“ Von 2005 bis 2011 hatte der Bosnier für die Schwaben gespielt, ehe die ihn für nur 100.000 Euro an die Eintracht verkauften – mangels Perspektive.

Doch seitdem schlagen zwei Herzen in der Brust des 24-Jährigen. „In erster Linie freut es für mich meine Mannschaft“, so der Innenverteidiger. Immerhin mischt die Eintracht dank ihm weiter im Abstiegsrennen mit. Für den VfB war das 2:2 vor eigenem Publikum jedoch viel zu wenig. „Der Klub gehört da unten nicht rein, ich möchte den Verein nicht in der 2. Liga sehen“, sagte Bicakcic weiter.

Stuttgarts Cacau (r.) kämpft um den Ball mit Braunschweigs Ermin Bicakcic.

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Möchten die Blau-Gelben diesem Schicksal entgehen, müssen sie endlich über 90 Minuten konzentriert spielen. Wie schon in Nürnberg gab‘s zwei Gegentore binnen weniger Minuten. „Da haben wir teilweise nur Begleitschutz abgeliefert“, ärgerte sich Bicakcic. „Aber in der zweiten Halbzeit haben wir Moral bewiesen.“

Als Nächstes ist jetzt der Nachbar VfL Wolfsburg am Samstag zu Gast an der Hamburger Straße – und nach einem Treffer gegen den Lokalrivalen würde Bicakcic auch wieder jubeln…

tik/sn

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Eintracht Braunschweig
Der erlösende Moment: Nach einer Ecke drückt Eintrachts Ermin Bicakcic (Nummer 3) den Ball zum 2:2 über die Linie.

So kommt die Eintracht nicht aus dem Keller – aber sie bleibt am Leben. Mit einem 2:2 (1:2) endete am Samstag der Abstiegsknaller der Fußball-Bundesliga zwischen Gastgeber VfB Stuttgart und Braunschweig. Dank eines gehaltenen Elfers und des späten Ausgleichs war‘s ein glücklicher Punkt. Doch es hätte auch anders laufen können...

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