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Ultra-Streit: Zwietracht bei der Eintracht

Eintracht Braunschweig Ultra-Streit: Zwietracht bei der Eintracht

Braunschweig. Am Freitagabend um 20.30 Uhr spielt Eintracht Braunschweig beim 1. FC Kaiserslautern. Doch die Auftakt-Niederlage des Fußball-Zweitligisten vom Sonntag und vor allem das Geschehen auf den Rängen wirken noch immer nach.

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Hat bei der Eintracht mit diversen Problemen zu kämpfen: Trainer Torsten Lieberknecht.

Quelle: Timm Schamberger

Bei der Eintracht herrscht schlechte Laune. Sportlich war das 1:3 gegen den SV Sandhausen ein Nackenschlag und stellte das neue taktische System von Trainer Torsten Lieberknecht infrage. Mindestens genauso unerfreulich waren aber die Begleitumstände auf den Rängen.

„Wir wollen euch kämpfen sehen“, hatten die Eintracht-Fans schon lange nicht mehr von ihren Lieblingen gefordert. Zudem wurde auch mit Pyrotechnik gezündelt. Problematisch ist aber vor allem die Zwietracht unter den Anhängern, die nach mehr als einem Jahr Pause wieder aufbrach.

Er sei auf das Spiel konzentriert gewesen und habe nichts wahrgenommen, sagte Lieberknecht über den ungewöhnlichen Streit der eigenen Fans. „Wir sind die Eintracht - und ihr nicht“, rief die Gruppe von den Ultras Braunschweig (UB01) während der Auftaktpleite. „UB raus“, antworteten die geschmähten Anhänger in Block 9. „Ich habe das auch mitbekommen“, sagt der Sportliche Leiter Marc Arnold - und ist erstaunt. Er hatte die überraschende Interpretation, dass sich die Fangruppen „am Ende wieder zusammengerauft haben“.

Dass die rivalisierenden Anhänger-Gruppen wieder aufeinander zugehen, gilt aber als eher unwahrscheinlich. Auch wenn sich der Verein viel Mühe gibt und sogar eine externe Moderation eingeschaltet hat, um das Problem mit den Ultras zu lösen.

Herbst 2013 war der Konflikt in der Fanszene eskaliert, der aus Sicht der linken Ultras auch ein politischer ist. Nach dem Ärger beim Gastspiel in Mönchengladbach wurde die Gruppierung UB01 mit Stadionverbot belegt. Aufgehoben wurde dieses zum Start der neuen Saison „unter umfangreichen Bewährungsauflagen“, wie es heißt.

Die misslungene Auftaktpartie macht die Befriedung nicht gerade leichter. Mit dem Gastspiel in Kaiserslautern und der folgenden Partie gegen RB Leipzig droht nun ein kompletter Fehlstart.

Der Trainer steht dabei vor allem wegen seiner neuen Taktik im Blickpunkt. „Drei Tore bei Standards sind keine Frage des Systems“, sagt Lieberknecht. Sie seien von ihrem Weg überzeugt. „Das erfordert Geduld und ein wenig Ruhe.“ Das Gleiche gilt wohl auch für die Fan-Problematik.

dpa

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