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Tüftel-Trainer treibt die Eintracht an

Fußball-Bundesliga Tüftel-Trainer treibt die Eintracht an

Für Überraschungen ist er immer gut, so auch im Kellerduell seiner Eintracht gegen den Hamburger SV: Torsten Lieberknecht, Trainer des Braunschweiger Fußball-Bundesligisten, fand mit personellen Veränderungen, erhöhter Lautstärke und einem Schuss Aberglauben die Mischung fürs Wahnsinns-4:2.

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Karo einfach geht anders: Eintracht-Coach Lieberknecht ließ Dogan (l. Bild, l.) draußen, machte Reichel (M.) zum Kapitän, brachte Correia (unten) und setzte auf die Fans – mit Erfolg.

Quelle: Photowerk (sp/cc/4)

Der Coach erbat zunächst von den eigenen Fans einen Hexenkessel - der Wunsch wurde erfüllt, das „Eintracht-Gefühl“ schwappte über. Weiter ging‘s mit dem Personal: Lieberknecht entschied sich für Marcel Correia und musste Deniz Dogan mitteilen, dass dieser seinen Stammplatz und die Kapitänsbinde gegen den HSV los ist. „Marcel hat die bessere Spieleröffnung“, erläuterte der Coach.

Correia freute es: „Der Trainer hat mir in der Früh Bescheid gesagt. Ich hatte mich in Training angeboten, und glücklicherweise war ich bei einem Sieg dabei.“ Offen war die Kapitäns-Frage: Die Wahl fiel erstmals auf Ken Reichel, da es mit Mirko Boland als Dogan-Ersatz in Augsburg ein 1:4 gegeben hatte. „Da bin ich ein wenig abergläubisch“, so der Trainer schmunzelnd. Reichel strahlte: „Es ist eine Ehre, für den Verein als Kapitän auf dem Platz zu stehen.“

Doch damit nicht genug: Lieberknecht wühlte angesichts des 0:1 zur Pause weiter in der Trickkiste, brachte mit dem Dreifach-Torschützen Domi Kumbela den Matchwinner, wählte das Ansprache-Modell „Laut“ und trieb sein Team zum Wahnsinns-Erfolg. Der von der „Bild“ kreierte Name „Torsten PsychoKnecht“ könnte selbst dem tüftelnden Coach zu innovativ gewesen sein, doch wichtig war etwas anderes: die drei Punkte und die neue Hoffnung im Abstiegskampf.

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