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Steilvorlage genutzt: 1:0 gegen Kaiserslautern

Eintracht Braunschweig Steilvorlage genutzt: 1:0 gegen Kaiserslautern

Braunschweig. Genau so hatten es sich die Braunschweiger vorgestellt: Im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga hat die Eintracht nach den Patzern der Konkurrenz den Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte ausgebaut. Mit dem verdienten 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang der Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht der erste Pflichtspielsieg gegen die Pfälzer seit 13 Jahren.

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Schlag ein: Quirin Moll (l.) und Torschütze Nik Omladic feiern den siebten Eintracht-Sieg im neunten Spiel.

Quelle: dpa

Allerdings erlebten die 20 790 Zuschauer im Stadion an der Hamburger Straße spielerisch eher eine zähe Partie der Eintracht, die sich gegen die dicht stehenden Lauterer schwer tat. Dass Lieberknechts Team kein spielerisches Feuerwerk abbrannte, war ihm aber egal. „Gegen eine Fünferkette zu spielen, war nicht so einfach, da haben selbst die Bayern ihre Probleme mit“, sagte er. Und es reichte ja dennoch: „Es war ein schwieriges, ein knappes Spiel, aber wir haben es souverän gemacht. Wir haben keine echte Torchance zugelassen.“

Gegenüber dem 1:1 in Heidenheim hatte der gebürtige Pfälzer Lieberknecht die Aufstellung gegen seine Jugendliebe auf drei Positionen geändert. Marcel Correia, Patrick Schönfeld und Onel Hernandez waren für Joseph Baffo, Christoffer Nyman und Julius Biada von Beginn an dabei.

Sofort setzten die Löwen ihre tief stehenden Gäste gehörig unter Druck, doch vor dem Kasten fehlte die Präzision. Gefahr ging von ruhenden Bällen aus. Vier Minuten nachdem der Slowene Nik Omladic mit einem Freistoß noch an Keeper Julian Pollersbeck gescheitert war, knallte er den nächsten Freistoß aus 20 Metern durch die FC-Mauer zum 1:0 ins linke untere Eck (18.).

Mit der Führung im Rücken schalteten die feldüberlegenen Braunschweiger einen Gang zurück. Dass das ihrem Trainer gar nicht gefiel, war ihm deutlich anzusehen: Lieberknecht tobte an der Linie.

Die im Moment personell arg gebeutelte Mannschaft von Gäste-Trainer Tayfun Korkut wurde zwar etwas offensiver, Torgefahr ging trotzdem überhaupt nicht von ihr aus.

Auch nach dem Wechsel wurde das Spiel nicht wirklich besser, selbst wenn die Lauterer etwas munterer wurden und Korkut im Laufe der Zeit zwei weitere Stürmer brachte. Und die Braunschweiger? Die ließen durch Hernandez (52., ans Außennetz), Ken Reichel (72.), Domi Kumbela (76., Distanzschüsse über das Tor), Omladic (81., Freistoß) und Nyman (90.) Chancen zum 2:0 liegen.

Aber auch das 1:0 reichte für drei Punkte – wenn das mit einer Durchschnittleistung klappt, riecht auch das durchaus nach Aufstieg. Und als so souveräner Tabellenführer darf man doch ruhig davon träumen, oder? Lieberknecht hält den Ball weiterhin lieber flach: „Wir müssen uns von Woche zu Woche beweisen.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Correia, Decarli, Valsvik, Reichel – Moll – Khelifi (77. Zuck), Schönfeld, Omladic – Kumbela (81. Nymann), Hernandez (90. Boland).

VON ANDREAS KRETH

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