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RB: Lieberknecht ist auch skeptisch

Eintracht Braunschweig RB: Lieberknecht ist auch skeptisch

Über keinen anderen Klub wird zurzeit in Fußball-Deutschland so intensiv und kontrovers diskutiert wie über RB Leipzig. Heute (13 Uhr) ist der Braunschweiger Fußball-Zweitligist zu Gast bei den Sachsen.

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Zwei Vereine, zwei Modelle: Raffael Korte (r. Bild, l.) und die Eintracht sind heute erstmals zu Gast bei Aufsteiger RB Leipzig (l. Bild, l. Tim Sebastian) - und wollen zurück in die Spur.

Quelle: Photowerk (sp)/Imago 17338487

Und auch Eintrachts Coach Torsten Lieberknecht hat seine eigene Meinung über den Gegner.

Für die einen ist RB ein bloßes Marketinginstrument des österreichischen Brauseherstellers Red Bull und damit ein weiterer Schritt in Richtung Kommerzialisierung ihres Sports. Für die anderen sorgt der Klub für frischen Wind und die lange erhoffte Wiederbelebung des Fußballs in Ostdeutschland. „Ihr Konzept basiert auf einer Idee, das haben sie den Traditionsvereinen im Niemandsland voraus“, spricht Lieberknecht in sportlicher Hinsicht sehr positiv über die Leipziger. Er sagt aber im gleichen Atemzug: „Ich höre auch lieber traditionell handgemachte Musik als mit Synthesizern aufgepeppte Boybands.“

Diese Skepsis hat er mit den knapp 1000 Braunschweiger Fans gemeinsam, die die Partie boykottieren und sie lieber auf dem Schützenplatz verfolgen, als das Team nach Leipzig zu begleiten (AZ/WAZ berichtete mehrfach). „Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss“, erklärt der Coach. Dass trotzdem gut 2000 Anhänger mitfahren, „finde ich beachtlich. Sie werden uns sicher lautstark unterstützen. Und das ist wichtig in unserer Situation.“

Denn nach zwei Niederlagen in Folge soll heute die Wende her. Am 1:2 im vergangenen Heimspiel gegen Bochum hätten die Spieler noch länger zu knabbern gehabt, verriet Lieberknecht. Aber das sei auch gut so. Denn: „Wenn sie das nicht beschäftigen würde, könnten sie keine Emotionalität aufbauen, dann wäre ihnen die ganze Situation egal. Aber das ist nicht so.“

tik

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