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Okazaki beendet Mainzer Durststrecke beim 2:0 gegen Braunschweig

Eintracht Braunschweig Okazaki beendet Mainzer Durststrecke beim 2:0 gegen Braunschweig

Kollektiver Jubel nach dem ersten Dreier von Mainz 05 nach zwei Monaten. "Die Zuschauer haben erlebt, wie das mit dem Gewinnen ist", meinte Präsident Harald Strutz nach dem 2:0 gegen Braunschweig

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Der Mainzer Nicolai Mueller (l) und der Braunschweiger Norman Theuerkauf (r) versuchen an den Ball zu kommen.

Quelle: dpa

Shinji Okazaki bekam das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. "Ich hab meine erste Chance genutzt. Ich freue mich auch für die Zuschauer, dass sie mich feiern", ließ der kleine Japaner am Samstag nach dem 2:0 (1:0) in der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig übersetzen. Mit seinen Saisontreffern zwei und drei in der 8. und 68. Minute beendete der Nationalspieler aus Fernost vor 30 657 Zuschauern den sechs Spielen anhaltenden Negativlauf der Mainzer, die sich vorerst auf den zehnten Platz verbesserten.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht hatte sich die Rückkehr nach Mainz erfolgreicher gewünscht. Von 1995 bis 2002 hatte der gebürtige Pfälzer für die 05er gespielt. "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten die Anfangsphase der Mainzer angesprochen, trotzdem geraten wir früh in Rückstand", monierte der 40-Jährige, der seiner Mannschaft Naivität vorhielt. Trotzdem war Lieberknecht nicht unzufrieden. "Es war ein ordentlicher Auswärtsauftritt. Wir können erhobenen Hauptes das Stadion verlassen. Jetzt muss ich die Jungs wieder aufrichten und auf Leverkusen vorbereiten", meinte der Eintracht-Coach.

Trainer Thomas Tuchel vor dem Anpfiff. Kollektiver Jubel nach dem ersten Dreier von Mainz 05 nach zwei Monaten. "Die Zuschauer haben erlebt, wie das mit dem Gewinnen ist", meinte Präsident Harald Strutz nach dem 2:0 gegen Braunschweig.

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Die von 05-Trainer Thomas Tuchel eingeforderte Konzentration auf die Spiele gegen Braunschweig und am nächsten Sonntag in Augsburg setzten seine Profis erst einmal um. "Wir hatten mehr zu verlieren als die Eintracht. Wir sind froh, die erste Halbzeit der zwei Spiele gewonnen zu haben", sagte der 40-Jährige. An der spielerischen Leistung seiner Mannschaft wollte Tuchel nicht herummäkeln. "Dass wir das besser können, steht außer Frage." Der Mainzer Coach hatte mit gleich fünf Wechseln im Vergleich zum 1:4 bei Bayern München viel gewagt.

Lieberknecht brachte bei seiner ersten Rückkehr als Trainer zu seinem früheren Verein in Ermin Bicakcic und Norman Theuerkauf zwei neue Akteure. Die Rheinhessen erwischten den besseren Start und gingen verdient in Führung. Einen tollen Pass von Junior Diaz hob Okazaki gekonnt über Eintracht-Schlussmann Daniel Davari ins Netz.

Danach waren die Gastgeber weiter tonangebend. Doch ihre Mittel waren untauglich, um ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Viel zu oft versuchten es die Mainzer mit langen Pässen in die Spitze. Die hochgewachsenen Spieler aus Niedersachsen waren gegen die kleineren 05-Angreifer im Vorteil. Durch eigene Fehler bauten die Mainzer die Braunschweiger wieder auf.

Mit frischem Mut und Dominik Kumbela im Sturmzentrum übernahm die Eintracht nach dem Wechsel die Initiative. Der letztjährige Zweitliga-Torjäger hatte auch gleich eine gute Chance (47.). Mainz blieb bei seiner Taktik der langen Bälle. Zudem blieb das Passspiel ungenau. Mitten in die Drangperiode des Aufsteiger fiel ein Konter der 05er. Über den eingewechselten Johannes Geis und Nicolai Müller landete der Ball bei Okazaki, der mit viel Glück Davari ein zweites Mal überwinden konnte. Der flinke Stürmer verpasste seinen dritten Treffer nach schöner Einzelleistung nur knapp (76.). Auf der Gegenseite rette Heinz Müller nach einem weiten Abschlag in höchster Not gegen Kumbela (81.).

dpa

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Eintracht Braunschweig
Kampfgeist allein reicht nicht: Timo Perthel (l.) und die Eintracht verloren mit 0:2 bei den Mainzern (r. Joo-Ho Park).

Schon nach acht Minuten lag Braunschweigs Fußball-Bundesligist am Samstag in Mainz mit 0:1 hinten (Endstand 0:2). Und wie der erste Gegentreffer fiel, ärgerte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht: „Das war schon etwas sehr naiv.“

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