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Nach Augsburg-Pleite herrscht Schockstarre

Eintracht Braunschweig Nach Augsburg-Pleite herrscht Schockstarre

Für die meisten Eintracht-Profis war die abgelaufene Saison die erste in der Fußball-Bundesliga - so auch für Ken Reichel. In der AZ/WAZ-Serie „Unser verpasstes Wunder“ blickt der Linksverteidiger auf diese Spielzeit, die mit dem sofortigen Wiederabstieg endete, zurück.

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Bittere Pleiten: Eintracht unterlag bei Hertha und gegen Augsburg (Bild, r. Domi Kumbela).

Quelle: Photowerk (sp)

An den letzten Spieltagen der Saison war es so, dass wir immer befürchten mussten, den entscheidenden Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt zu erleiden. Wir hatten praktisch nur noch Endspiele. Das war für den Kopf keine einfache Situation. Aber wir wussten, dass kein Team von unten ein leichtes Restprogramm hat.

In Berlin haben wir uns dann von der Hertha richtig einlullen lassen. Der Rückstand in der zweiten Halbzeit hat uns komplett aus der Bahn geworfen. Dabei hatten wir kurz zuvor noch selbst eine dicke Chance auf die Führung gehabt, als Domi Kumbela allein auf den Torwart zulief. Dass wir die Partie am Ende wieder mit 0:2 verloren haben, war sehr bitter. Vor allem, als wir die Ergebnisse von den anderen Plätzen gehört haben. Hamburg und Nürnberg hatten auch verloren, wir hätten auf den Relegationsplatz springen können.

So war‘s auch nach dem Heimspiel gegen Augsburg. Wir haben die Ergebnisse von den Konkurrenten im Spiel selbst nicht mitbekommen. Vielleicht hätte das eine Rolle gespielt, vielleicht hätte man den einen Punkt lieber mitgenommen, als gegen Ende der Partie volles Risiko zu gehen. Aber das war uns zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, stattdessen wollten wir unbedingt diesen Sieg, um direkt auf den Relegationsplatz zu springen. Deshalb standen wir in der Nachspielzeit etwas unorganisiert - und sind in einen Konter gelaufen. Nach dem 0:1 gab‘s eine richtige Schockstarre im gesamten Stadion.

Morgen lesen Sie:

- Wie ich den Abstieg am letzten Spieltag in Hoffenheim erlebte

- Was wir uns für die neue Saison vorgenommen haben

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