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Große Freude gegen 96, in Freiburg läuft‘s „dumm“

Eintracht Braunschweig Große Freude gegen 96, in Freiburg läuft‘s „dumm“

Für die meisten Eintracht-Profis war die abgelaufene Saison die erste in der Fußball-Bundesliga - so auch für Ken Reichel. In der AZ/WAZ-Serie „Unser verpasstes Wunder“ blickt der Linksverteidiger auf diese Spielzeit, die mit dem sofortigen Wiederabstieg endete, zurück.

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„Riesengroße Freude“: Ken Reichel (r.) und die Eintracht gewannen das Derby-Rückspiel gegen 96 (l. Marcelo).

Quelle: Photowerk (sp)

Am 29. Spieltag erwarteten wir Hannover 96 zum Derby-Rückspiel. Wir wussten natürlich, dass diese Partie etwas ganz Besonderes ist. Und genauso gingen wir auch in das Spiel hinein. Wir wollten den Fans unbedingt etwas für ihre tolle Unterstützung zurückgeben - und das ist uns gelungen. Es war vielleicht unser bestes Heimspiel der gesamten Saison. Wir ließen die Hannoveraner gar nicht zum Zug kommen, haben mit 3:0 gewonnen. Hinterher war die Freude riesengroß.

Deshalb fuhren wir eine Woche später auch mit viel Selbstvertrauen nach Freiburg. Mit einem Sieg konnten wir bis auf einen Punkt an den SC herankommen, das war uns bewusst. Aber wir gerieten durch ein dummes Gegentor in Rückstand: Nach einem Einwurf sprangen Damir Vrancic und ich hoch, ich wurde weggerempelt, Damir bekam den Ball auf den Kopf - und schon stand es 0:1. Das hat unser Konzept über den Haufen geworfen. Aber wir müssen uns nach der 0:2-Niederlage vorwerfen, dass wir nicht zu der Leistung gefunden hatten, die wir eigentlich hätten zeigen können.

Im Heimspiel gegen den FC Bayern München erwartete hingegen niemand etwas von uns. Aber wir sagten uns: An einem guten Tag kann man auch die beste Mannschaft der Welt schlagen. Und wir hielten lange das 0:0, verteidigten wirklich gut. 75 Minuten lang hatte ich nicht das Gefühl, dass man diesmal gegen die Bayern verlieren muss. Aber am Ende machten wir doch zwei Fehler - und die nutzte der Meister eiskalt zu einem 2:0-Sieg aus.

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