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Gianluca Korte: Die Angst ist weg

Fußball - 2. Liga Gianluca Korte: Die Angst ist weg

Es ist der Albtraum jedes Fußballers: Einmal falsch bewegt, ein Knacken im Knie - und die Diagnose Kreuzbandriss. So erging es auch Gianluca Korte im Januar. Im Trainingslager in Spanien zog sich der Angreifer des Braunschweiger Fußball-Zweitligisten diese schwere Verletzung zu. Fast acht Monate sind seitdem vergangen, inzwischen trainiert der 24-Jährige wieder mit dem Team. Über seinen Weg zurück und die aktuelle Situation sprach er mit AZ/WAZ-Sportjournalist Timo Keller.

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Schaut optimistisch in die Zukunft: Gianluca Korte ist nach seiner Kreuzband-OP wieder nah dran an der Mannschaft.

AZ/WAZ: Die wichtigste Frage vorneweg - wie geht‘s Ihnen?

Korte: Mir geht es wieder sehr gut, ich trainiere seit fast vier Wochen mit der Mannschaft. Das Knie zeigt keine Reaktion, und ich habe keine Angst mehr, dass erneut etwas kaputtgehen könnte.

AZ/WAZ: Wie schwierig war die Zeit in der Reha für Sie persönlich?

Korte: Man setzt sich immer kleine Etappenziele. Das erste Mal aufs Laufband, das erste Mal draußen laufen, das erste Mal auf dem Platz. Man macht sich die Zeit etwas einfacher, wenn man sich nicht selbst so unter Druck setzt. Es macht keinen Sinn zu sagen, dass man dann oder dann auf jeden Fall wieder fit ist.

AZ/WAZ: Gab es auch mal Tage, an denen Sie am liebsten alles hingeschmissen hätten?

Korte: Solche Tage gab es. Es ist ja eine enorm lange Zeit, die man weg ist. Ich war fast vier Monate in der Reha in Mainz. Wenn man dann Tage hat, in denen das Knie keinen Fortschritt macht, fragt man sich schon, ob noch alles stimmt. Aber ich habe viel mit meinen Teamkollegen gesprochen, die die gleiche Verletzung hatten. Die haben mich dann immer beruhigt.

AZ/WAZ: Inzwischen haben Sie schon dreimal für die Regionalliga-Elf gespielt…

Korte: Das ist eine gute Sache, um wieder Spielpraxis zu sammeln, denn im Training geht das nicht so gut. Und es hat mir auch Spaß gemacht, die Jungs machen einen guten Job.

AZ/WAZ: Haben Sie Trainer Torsten Lieberknecht schon gesagt, dass er wieder voll auf Sie setzen kann?

Korte: Dazu bedarf es keines extra Gespräches. Ich bin zu 100 Prozent fit, kann alle Einheite voll mitmachen. Das ist das Wichtigste.

AZ/WAZ: Der Saisonstart ist eher durchwachsen verlaufen, wie ist die Stimmung gerade im Team?

Korte: Die Stimmung ist bei uns eigentlich immer gut. Klar wurden die Fehler analysiert, aber das ist jetzt abgehakt. Der Fokus liegt schon voll auf dem nächsten Spiel.

AZ/WAZ: Was stimmt Sie optimistisch, dass das Team jetzt die Wende schafft?

Korte: Wir haben bewiesen, dass wir richtig guten Fußball spielen können. Die Niederlagen waren eher unglücklich. Wir wissen, was wir können, und wenn wir das abrufen, werden wir wieder erfolgreich sein.

AZ/WAZ: Wann sehen wir Sie denn auf dem Platz wieder?

Korte: (lacht) Das ist eine gute Frage. Ich werde mich im Training weiter anbieten und hoffe, dass meine Chance bald kommt.

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