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Gegen Sandhausen: Qualität schlägt Quantität

Eintracht Braunschweig Gegen Sandhausen: Qualität schlägt Quantität

Braunschweig. Besser geht es nicht: Eintracht Braunschweig mischt nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Sandhausen weiter die 2. Fußball-Bundesliga auf. 15 Punkte aus fünf Spielen – Traumstart. Die Partie gegen Sandhausen ließ sich auf einen einfachen Nenner bringen: Qualität schlägt Quantität.

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Ein Küsschen vom Torschützen: Onel Hernandez (2. v. l.) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den SV Sandhausen.

Quelle: dpa

Zwar schossen die Gäste im gesamten Spiel öfter auf das Tor als die Braunschweiger, aber der Tabellenführer hatte die weitaus besseren Chancen – und traf durch Christoffer Nyman und Onel Hernandez.

Schon in den ersten 15 Minuten hatte Eintrachts Torschütze vom Dienst, Domi Kumbela, zwei dicke Gelegenheiten. Zunächst köpfte er den Ball nach schöner Flanke von Verteidiger Phil Ofosu-Ayeh an den Pfosten (6.). In der 14. Minute wehrte SVS-Torwart Marco Knaller einen Schuss von Nik Omladic ab, den Abpraller setzte Kumbela neben das Tor.

Sandhausen versuchte es mit Distanzschüssen, die das Gehäuse aber mehr oder weniger knapp verfehlten. Dann verflachte die Partie. Harte Zweikämpfe und versteckte Fouls prägten das Geschehen. „Ein typischer Zweitliga-Fight“, wie Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht später anmerkte. Höhepunkt war ein spektakulärer Ringkampf inklusive Flugeinlage zwischen Kumbela und Denis Linsmayer. Schiedsrichter Benjamin Cortus zückte jede Menge Gelbe Karten – und es ging torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel zeigten die Braunschweiger, dass die Tabellenführung kein Zufall ist. Sie können den Schalter momentan jederzeit umlegen und das Tempo anziehen. Eintracht drängte den Gegner nun in die eigene Hälfte. Christoffer Nyman schoss den Ball nach Kopfballvorlage von Kumbela aus zwölf Metern knapp am Tor vorbei (57.). Nur eine Minute später hatte erneut Kumbela das 1:0 auf dem Fuß. Er scheiterte an Knaller.

Die Führung war nur eine Frage der Zeit. Sie fiel in der 61. Minute. Nach einer blitzschnellen Kombination über Kumbela und Ken Reichel stand Nyman goldrichtig und drückte zum 1:0 ein. Sandhausen blieb durch Schüsse von Andrew Wooten und Thomas Pledl durchaus gefährlich, aber auch auf der Bank hatte Eintracht mehr Qualität als die Gäste. Coach Torsten Lieberknecht brachte Onel Hernandez für Salim Khelifi, und der Ex-Wolfsburger rechtfertigte seine Einwechslung mit einem strammen Flachschuss aus 22 Metern, der links unten zum 2:0 einschlug (74.).

Braunschweig brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. Der Anschlusstreffer von Richard Sukuta-Pasu in der Nachspielzeit war allenfalls ein kleiner Schönheitsfehler, der sich leicht verschmerzen ließ, denn in der Tabelle liegt Eintracht schon fünf Punkte vor dem Überraschungszweiten Würzburger Kickers und gar sieben Zähler vor dem Erzrivalen Hannover 96. „Wir sind sehr stolz. Unsere Arbeit auf dem Trainingsplatz zahlt sich aus“, befand Kumbela.

Schon morgen kommt es zu einem echten Spitzenspiel. Braunschweig gastiert beim „Topfavoriten der Liga“ (Lieberknecht) VfB Stuttgart (17.30 Uhr). „Das wird ein geiles Spiel“, prophezeite Kumbela. Und Trainer Lieberknecht glaubt, dass der Gegner qualitativ noch besser aufgestellt ist als sein Team: „Sie sind wesentlich besser.“

Das muss sich erst mal zeigen.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Ofosu-Ayeh, Decarli, Valsvik, K. Reichel – Omladic, Moll, Schönfeld, Khelifi (54.) Hernandez – Nyman (79. Boland), Kumbela (86. Biada).

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