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Ganz der Alte - in Braunschweig funktioniert Domi Kumbela

Eintracht Braunschweig Ganz der Alte - in Braunschweig funktioniert Domi Kumbela

Es gibt diese Spieler einfach. Die sich nur bei einem Klub wirklich heimisch fühlen, nur dort Leistung bringen – und, nach einem Anlauf woanders, deswegen früher oder später auch zurückkehren. Spieler wie Domi Kumbela. Der Stürmer wurde nach seinem Weggang aus Braunschweig 2014 nie glücklich.

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Nur in Braunschweig im Höhenflug: Torjäger Domi Kumbela

Quelle: dpa

Jetzt ist er es wieder – und mit der Eintracht erneut erfolgreich.

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: immer wieder Kumbela. Schon dreimal konnten die „Löwen“ den Deutsch-Kongolesen auf der Liste ihrer Neuzugänge führen. Neu ist für den mittlerweile 32-Jährigen nach Amtszeit eins (Saison 2007/2008) und Amtszeit zwei (von Januar 2010 bis Juni 2014) aber natürlich nichts mehr in Stadt, Klub und Umfeld. Er, der Aufstiegsheld von 2013, ist neben Trainer Torsten Lieberknecht das wohl zweite prägnante Gesicht der jüngeren Klub-Vergangenheit. Und seit Anfang des Jahres ist es zurück.

Nach dem einjährigen Intermezzo von Eintracht Braunschweig in der Bundesliga, in die Kumbela den Verein mit 19 Toren in Liga zwei geschossen hatte, ging er in die türkische Süper Lig zu Kardemir Karabükspor (23 Spiele, 3 Tore), ehe er nach nur einer Saison nach Deutschland zurückkehrte – zu Greuther Fürth. Nach sechs (Kurz-)Einsätzen kam es zur vorzeitigen Vertragsauflösung – und zur Rückkehr nach Braunschweig.

„Er kam mit ganz großen Erwartungen zurück, hat sich auch selbst unter Druck gesetzt, diese Rückholaktion zu rechtfertigen“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem auch diese Zeitung angehört. Die zwei Tore in den ersten drei Zweitligaspielen vermitteln zumindest mal den Eindruck, dass Kumbela wieder ganz der Alte ist. „Er genießt den neuen Konkurrenzkampf im Kader, ist hochmotiviert und topfit aus dem Urlaub zurückgekommen. So hat er jetzt auch sein Spielglück zurückgewonnen und kann in den entscheidenden Augenblicken seine Qualität vor dem Tor unter Beweis stellen“, erklärt Lieberknecht Kumbelas aktuelle Leistungsexplosion, nachdem er in der abgelaufenen Rückrunde auch für die Eintracht nur einmal getroffen hatte. Vergessen. Auch beim 3:1-Sieg während der Länderspielpause gegen Regionalligist Viktoria 1899 Berlin traf er zweimal.

Für Lieberknecht, der weiß, dass Rückholaktionen nicht immer gut gehen („Das gibt es auch“), ein Indiz, alles richtig gemacht zu haben. „Bei manchen Spielern passt es halt besonders bei bestimmten Vereinen. Er fühlt sich bei uns sehr wohl“, sagt er. Den Schritt in die Türkei hat er ihm nie übel genommen. „Wir haben damals schon versucht, ihn davon zu überzeugen, bei uns zu bleiben. Damals hat er sich anders entschieden und hat dann vielleicht festgestellt, dass unsere Worte doch richtig waren. Er hat hier eine Heimat, auch vorübergehende Schwächephasen werden ihm verziehen, weil wir ihn kennen – mit Haut und Haaren.“

Kumbela, für den mit der Rückkehr „ein kleiner Traum in Erfüllung“ gegangen ist, scheint genau der Spieler zu sein, der dem aktuellen Zweitliga-Tabellenführer in den vergangenen Jahren abgegangen ist. Torwart Jasmin Fejzic stellte unlängst fest: „Der entscheidende Unterschied zur Vorsaison ist, dass wir jetzt vorn durchkommen.“ Und Kumbela wäre nicht ganz der Alte, wenn er die Konkurrenz dank des Traumstarts nicht gleich mal warnen würde: „Wir stehen erst am Anfang. Ich bin sicher, wir werden noch stärker.“

VON TIM LüDDECKE

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