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Erst die FCN-Pleite, dann der Volltreffer

Fußball – AZ/WAZ-Serie Erst die FCN-Pleite, dann der Volltreffer

Für die meisten Eintracht-Profis war die abgelaufene Saison die erste in der Fußball-Bundesliga – so auch für Ken Reichel. In der AZ/WAZ-Serie „Unser verpasstes Wunder“ blickt der Linksverteidiger auf diese Spielzeit, die mit dem sofortigen Wiederabstieg endete, zurück.

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Das gibt‘s doch gar nicht: Beim 1:2 in Nürnberg lief für Ken Reichel (l.) und die Eintracht nach der Pause alles schief.

Quelle: dps

Das 1:2 in Nürnberg war die bitterste Niederlage, die ich bisher in meiner Karriere erlebt habe. Da führst du mit 1:0, bist in Überzahl, hast den Gegner so etwas von im Griff und vergibst sogar noch einen Elfmeter. Und in zwei Minuten nach der Pause bekommst du plötzlich zwei Gegentore. Da denkst du auch: Was ist denn hier los? Wir hatten sogar noch die Chance auf den Ausgleich, doch auch der zweite Elfmeter wurde gehalten. Wie wir da verloren haben, das war schon Wahnsinn.

Doch obwohl wir fast die gesamte Saison über Letzter waren, haben wir den Kontakt zum rettenden Ufer nie abreißen lassen. Mental war die Mannschaft saustark. Das Heimspiel gegen Mainz war dann wieder ein echtes Endspiel, wir mussten einfach gewinnen, um dranzubleiben. Mit den Fans im Rücken fiel es uns leichter, unser gesamtes Potenzial abzurufen. Das haben wir mit dem 3:1-Sieg wieder gezeigt.

Beim 1:1 in Leverkusen habe ich dann mein erstes Bundesliga-Tor geschossen. Nach dem hohen Zuspiel von Mirko Boland hatte ich zwei Möglichkeiten: entweder den Ball in die Mitte spielen oder volles Risiko gehen. Ich habe mich für den Volleyschuss entschieden und hatte das Glück, den Ball voll zu treffen. Der hätte sonst auch aus dem Stadion fliegen können. Aber er hat voll gepasst. Das war ein unglaubliches Gefühl, zumal es das 1:0 war. Leider konnten wir die Führung nicht über die Zeit retten.
Am Montag lesen Sie:

  • Wie wir das Derby-Rückspiel gegen 96 angingen
  • Wie wir der besten Mannschaft der Welt 75 Minuten lang Paroli boten
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