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Eintracht: „Wir funktionieren nur als Mannschaft“

Eintracht Braunschweig Eintracht: „Wir funktionieren nur als Mannschaft“

Braunschweig. Knapp zwei Wochen konnten die Spieler des Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig den Anblick der Tabelle ungestört genießen – der Länderspielpause sei Dank. Das Erfolgsrezept? Die mannschaftliche Geschlossenheit, der Zusammenhalt. 

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Die Geschlossenheit ist das große Plus von Eintracht Braunschweig in der zweiten Bundesliga

Quelle: Archiv

Platz eins nach acht Spieltagen, zwei Punkte vor dem großen niedersächsischen Konkurrenten Hannover 96, drei sogar vor dem VfB Stuttgart. Vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Montag (20.15 Uhr, Sport1) beißen sich die Aufstiegsfavoriten bisher die Zähne an den „Löwen“ aus. Das Erfolgsrezept? Die mannschaftliche Geschlossenheit, der Zusammenhalt.  

Einer, der es beurteilen kann, ist Quirin Moll. Der 25-jährige Neuzugang von Dynamo Dresden stieß erst im Sommer zur Mannschaft, fühlt sich aber pudelwohl. Das Resultat: Er ist seit Saisonbeginn unumstrittener Stammspieler und verrichtet seine Arbeit tadellos. „Ich wurde sehr gut aufgenommen und habe sehr schnell Anschluss gefunden. Alle waren bemüht, mich zu integrieren“, sagte er im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem auch diese Zeitung angehört. Das merkt man auf dem Platz. Es gibt keine Egomanen, die sich nicht an der Defensivarbeit beteiligen, niemand zeigt Starallüren.

Ohnehin hätte es so jemand schwer in Braunschweig, ist sich Moll sicher. „Fußball ist bekanntermaßen ein Mannschaftssport“, sagte er. Eintracht Braunschweig, ein echtes Team ohne die großen Stars der Liga. „In Braunschweig halten wir alle zusammen, jeder arbeitet für jeden. Wir funktionieren nur als Mannschaft“, sagt Moll.

Und das beweist das Team von Torsten Lieberknecht, der schon seit 2008 die Eintracht trainiert, derzeit Spiel für Spiel. Seine Profis hätten „Charakter bewiesen“, sagte er etwa nach dem 2:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue Mitte September. Charakter, Moral, Zusammenhalt. Die Zutaten für den Erfolg der Braunschweiger in der bisherigen Saison.

Lieberknecht selbst lebt es vor. Erst vor eineinhalb Wochen verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis 2020. Statt sich für einen anderen Verein zu entscheiden, hält er der Eintracht weiter die Treue. Einer der Gründe? Der Zusammenhalt im Klub. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, dem Verein, allen Beteiligten. Das ist mir mehr wert als vielleicht monetäre Dinge“, erklärte Lieberknecht. Deshalb sei ein Abschied „nie ein Thema“ gewesen, weil er „es mit dem Herzen nicht wollte“.

Für viele Leistungsträger war ein Abschied ebenfalls nicht nötig. Nach zwei eher durchschnittlichen Jahren nach dem Abstieg aus der Bundesliga 2014 ist Braunschweig in dieser Saison plötzlich wieder Aufstiegskandidat – weil einen großer Teil der Mannschaft zusammengeblieben ist. Trotz der Abgänge von Gerrit Holtmann (Mainz 05) und Torwart Rafal Gikiewicz (SC Freiburg) in die Bundesliga, besteht das Gerüst der Mannschaft schon länger und wurde unter anderem mit Moll verstärkt.

Dass die Mannschaft wirklich eng zusammensteht, werden Lieberknechts Profis schon gegen Kaiserslautern zeigen müssen. Denn dann muss der Trainer auf Julius Biada verzichten, der bisher in jedem Pflichtspiel zum Einsatz kam. Der 23-Jährige zog sich am Mittwoch einen Muskelfaserriss im linken Hüftbereich zu und wird mehrere Wochen fehlen.

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