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Eintracht: Kratz beerbt Bruns nach 10.305 Tagen

Eintracht Braunschweig Eintracht: Kratz beerbt Bruns nach 10.305 Tagen

Zwei Spieltage - und die Eintracht-Fußballer stehen ohne Punkte da. Dem 0:1 gegen Bremen folgte am Sonntag ein 1:2 bei Borussia Dortmund. Doch die Blau-Gelben nahmen auch Positives mit - so wie das erste Bundesliga-Tor seit über 28 Jahren.

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Da war er drin: Kevin Kratz (l. und r. v.) hat Robert Lewandowski angeköpft, von dort geht der Ball zum 1:2 ins Dortmunder Tor.

Quelle: Hübner/Imago 14255969

Vor der Partie am Sonntag hatten die Braunschweiger zuletzt am 1. Juni 1985 über einen Erstliga-Treffer jubeln dürfen. Damals traf Matthias Bruns zur 2:0-Führung bei Bayer Uerdingen (Endstand 2:1). Das war genau 10.305 Tage her, als Kevin Kratz in Dortmund eine Ecke mit den Haarspitzen so abfälschte, dass der Ball von Robert Lewandowskis Kopf ins Tor ging - und das als kleinster Mann auf dem Feld. Auch Kratz musste hinterher schmunzeln, erklärte aber: „Für Aachen habe ich auch mal ein Kopfball-Tor gemacht.“ Stimmt, das war in der 2. Liga am 20. Februar 2010 bei 1860 München (2:3).

Dass es aber Kratz war, der den historischen Treffer erzielte, ist indes kein Zufall. Der kleine Mittelfeldrenner hat sich mit einer guten Vorbereitung ins Team gespielt. Schon beim 0:1 gegen Bremen gehörte er zu den besten Blau-Gelben. Sein großes Plus: Auch unter Druck ist der 26-Jährige ballsicher. Schon in der Vorsaison hatte er lange zur Stammelf gehört, ehe ihn ein Syndesmoseband-Riss lange ausfallen ließ. Danach konnte er nicht mehr an seine starken Leistungen anknüpfen.

Doch jetzt ist Kratz wieder voll da - doch zufrieden ist er aufgrund der zwei Niederlagen nicht. „Wir haben vor den Gegentoren zwei kleine Fehler gemacht, die wurden konsequent ausgenutzt. Das ist eben Qualität“, ärgerte sich der Ex-Leverkusener über die Dortmunder Treffer. Doch jetzt gelte es, nach vorn zu schauen. „Weitermachen, immer weitermachen“, gibt Kratz die Richtung vor.

tik/ale

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