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Die Kritik: Das sagen die Trainer-Experten

Eintracht Braunschweig Die Kritik: Das sagen die Trainer-Experten

Die Eintracht ist noch nicht richtig angekommen in der 2. Fußball-Bundesliga: Nach zehn Partien sind die Abstiegsränge nur einen Punkt entfernt. Der Druck auf die Verantwortlichen wächst vor dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei 1860 München - und Mittwoch gab‘s noch eine Hiobsbotschaft.

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Keine einfache Zeit: Eintrachts Coach Torsten Lieberknecht.

Quelle: Photowerk (cc)

Saulo Decarli hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und fällt drei bis vier Wochen aus. Beim 2:2 (nach 0:2-Rückstand) am Samstag gegen Fürth war der Innenverteidiger noch mit dabei gewesen, als sich die Enttäuschung der Fans erstmals durch Pfiffe und lautstarke Kritik Bahn gebrochen hatte. „Wenn der eine oder andere Ruf nach einem besseren Spiel oder einem anderen Trainer kommt, bleibt einem das nicht verborgen“, hatte Coach Torsten Lieberknecht hinterher enttäuscht gesagt.

Die AZ/WAZ hat sich bei drei Experten umgehört. Sie alle eint, dass sie einmal Profi bei der Eintracht waren - und sie sind oder waren selbst Trainer. René Wegner (im Klub von 2002 bis 2007) steht beim Landesligisten VfB Fallersleben an der Seitenlinie, Heiner Pahl (1980 bis 1987) beim Ligarivalen TSV Hillerse. Und Frank Plagge (1984 bis 1986) war jahrelang Coach beim SV Calberlah. Sie sagen, was sie von der Situation rund um die Blau-Gelben halten.

tik

von Rene Wegner

„Ich bin der Meinung, dass die absolut richtigen Leute am Werk sind“

„Ich mache mir keine Sorgen um die Eintracht. Die Frage ist doch immer: Was erwarte ich? Wenn man am Ende im gesicherten Mittelfeld steht, hat man eine gute Saison gespielt. Daher sollte man jetzt das tun, was man in den vergangenen Jahren immer getan hat: den Ball flachhalten und Ruhe bewahren. Ich bin der Meinung, dass die absolut richtigen Leute am Werk sind. Und Trainer Torsten Lieberknecht weiß, wie er die Jungs anzupacken hat. Zugleich ist er ein sehr emotionaler Typ, dem die Situation sicher zu schaffen macht. Aber man sollte ihn nicht in Frage stellen, denn er lebt diesen Verein.“


von Heiner Pahl

„Dass auch der Trainer hinterfragt wird, ist doch eine ganz normale Reaktion“

„Die Erwartungshaltung ist mit dem Aufstieg in die Bundesliga gestiegen, das war klar. So ist es auch zu erklären, dass einige Zuschauer gegen Fürth gepfiffen haben. Aber es gibt nun einmal solche Spiele, in denen du auf einmal 0:2 zurückliegst. Doch dann hat sich die Qualität der Mannschaft gezeigt. Nicht viele Teams hätten noch einen Punkt geholt. Dass dennoch auch der Trainer in dieser Situation hinterfragt wird, ist aber normal. Ich bin mir jedoch sicher, dass Torsten Lieberknecht das selbst auch tut. Ich als Trainer mache das ja auch: Habe ich etwas falsch gemacht? Und was kann ich beim nächsten Mal besser machen? Man sollte dem Team Zeit geben und jetzt keine Hektik aufkommen lassen.“


von Frank Plagge

„Die Verantwortlichen sollten ganz in Ruhe so weiterarbeiten wie bisher“

„Dass die Verantwortlichen jetzt so kritisiert werden, ist doch Blödsinn. Vor der Saison haben einige Leistungsträger den Verein verlassen, und wenn du keine Taschen voll Geld hast, ist es eben schwierig auf dem Transfermarkt. Die Verantwortlichen sollten ganz in Ruhe so weiterarbeiten wie bisher. Unter ihnen ging‘s in der Vergangenheit doch stetig bergauf, sie haben ihre Sache super gemacht. Und dass diese Saison schwer werden könnte, war doch zu erwarten. Von allein geht‘s eben auch in der 2. Liga nicht – und die anderen können auch Fußball spielen. Die Qualität reicht halt nicht für ganz oben.“

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