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Deshalb dreht Ryu jetzt so richtig auf

Eintracht Deshalb dreht Ryu jetzt so richtig auf

Beim 0:1 in Karlsruhe vergab er eine dicke Chance und musste danach von Stürmerkollege Havard Nielsen getröstet werden. Doch in den Spielen zuvor hat Seung-Woo Ryu bewiesen, dass er eine Verstärkung für den Braunschweiger Fußball-Zweitligisten ist - auch dank seiner Familie.

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„Er ist ein richtig guter Junge“: Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht (l.) weiß, was er an Seung-Woo Ryu hat.

Quelle: Photowerk (sp)

Zu Beginn seiner Zeit bei der Eintracht hatte es die Leihgabe aus Leverkusen schwer, spielte nicht viel. Auch soziale Kontakte waren aufgrund der Sprachbarriere schwierig, denn Ryu spricht weder Deutsch noch Englisch. „Aber wir haben es dann forciert, ihn schnell zu integrieren. Und es wurde von Woche zu Woche besser“, berichtet Coach Torsten Lieberknecht. Der Knackpunkt sei das Spiel bei 1860 München (2:1) gewesen, als Ryu eingewechselt wurde, einige gute Aktionen hatte und so dabei half, den Sieg über die Zeit zu bringen.

Einen großen Anteil am Aufschwung des erst 20-Jährigen hat aber die Familie. Nach dem Spiel in München kamen seine Eltern und seine Cousine nach Braunschweig, gemeinsam bezogen sie eine Wohnung. Nun ist der Südkoreaner nicht mehr allein - und blüht förmlich auf. Zwei Tore hat er bereits geschossen, bei besserer Chancenverwertung hätten es noch mehr sein können. „Er ist bei uns jetzt richtig angekommen“, sagt Lieberknecht, „hat sich aus dem Tief herausgearbeitet. Er ist ein richtig guter Junge.“

Kein Wunder, dass Leverkusen die Kaufoption für Ryu gezogen hat (AZ/WAZ berichtete). Damit ist eine Verlängerung des Leihgeschäfts mit der Eintracht über den Winter hinaus wahrscheinlicher geworden - und es zeigt auch, dass Bayer-Sportdirektor Rudi Völler große Stücke auf den kleinen Dribbler hält. Und es wäre doch schade, wenn Ryus Familie bald schon wieder umziehen müsste…

tik

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