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Der Überraschungsspitzenreiter der zweiten Liga

Eintracht Braunschweig Der Überraschungsspitzenreiter der zweiten Liga

Braunschweig. Drei Spiele, drei Siege, Tabellenführer der zweiten Liga – Eintracht Braunschweig überrascht in dieser noch jungen Saison nicht nur seine eigenen Anhänger. „Wir haben das recht souverän gemacht“, sagt Manager Marc Arnold zum Traumstart der Eintracht. 

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Braunschweiger Glück: Die Eintracht-Profis feiern viel.

Quelle: dpa

Nach der eher durchwachsenen vergangenen Saison (Platz acht) und dem vermurksten Start (nur ein Punkt nach drei Spielen, Platz 17) spielt der Traditionsklub in der Jubiläumssaison des deutschen Meistertitels von 1967 im Konzert der Aufstiegsanwärter mit.

Aufstieg? Es wäre der Traum aller Eintracht-Fans. Nur das Erstrundenaus im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers (0:1 n. V.) trübt die Bilanz ein bisschen. Was sind die Gründe für den Höhenflug? Die Faktoren des Braunschweiger Superstarts in der Liga.

Die Offensive: Zehnmal haben die Eintracht-Profis in drei Spielen getroffen. Julius Biada, Saulo Decarli und Routinier Domi Kumbela trafen doppelt. Der Eindruck: Die neue Eintracht agiert stürmisch, beim 6:1 gegen den 1. FC Nürnberg spektakulär. Und die Spieler von Coach Torsten Lieberknecht haben das nötige Glück. Gegen Nürnberg wurden die anfänglichen Lücken in der Defensive nicht konsequent bestraft. Die ersten drei Tore gegen den „Club“ fielen nach Standardsituationen, zweimal waren die Braunschweiger im Nachschuss erfolgreich. Lieberknecht: „Die Standards, durch die wir das Spiel drehen konnten, sind eine neue Qualität von uns.“ Und sein Verdienst als Trainer, hätte er hinzufügen können. Kapitän Ken Reichel: „Jetzt hat es sich mal ausgezahlt und wir haben uns für die harte Arbeit belohnt.“

Der Trainer: Torsten Lieberknechts Name steht mittlerweile sinnbildlich für Eintracht Braunschweig. Seit 2008 trägt der ehemalige Profi bereits die sportliche Verantwortung. Leidenschaftlich, emotional: Der 43-Jährige lebt den BTSV und hat sich eine gigantische Vertrauensbasis geschaffen. Und Lieberknecht fühlt sich offenbar wohl in der „Löwenstadt“. Den Abwerbeversuchen des Erstligisten Werder Bremen zeigte er vor der Saison die kalte Schulter, weil er seinen Vertrag (bis 2017) in Braunschweig „auf jeden Fall“ erfüllen wolle. Damit hat er seinen Status noch einmal zementiert. Lieberknecht gleich Eintracht!

Die Zugänge: Sie sind bisher voll eingeschlagen. Die Neuen wie Verteidiger Gustav Valsvik (kam aus Strömsgodset in Norwegen), Mittelfeldmann Quirin Moll (aus Dresden) sowie Stürmer und Doppeltorschütze Biada (Fortuna Köln) wurden in Windeseile integriert, entsprechend homogen wirkt das Team. Auch der letzte Zugang, Stürmer Christoffer Nyman vom IFK Norrköping aus Schweden, gab ein erfolgreiches Debüt im blau-gelben Dress, traf zum 6:1-Endstand gegen Nürnberg. Das Ergebnis der Kader-Erfrischungskur: „Der Konkurrenzkampf auf einigen Positionen ist deutlich größer geworden. Damit hat der Kader eine neue Qualität bekommen“, sagt Manager Arnold. Solch arrivierte Kräfte wie Routinier Mirko Boland haben entsprechend aktuell keinen Stammplatz.

Die neue Eintracht: Am Freitag (18.30 Uhr) kann sie bei Aufsteiger Erzgebirge Aue ein nächstes Mal zeigen, wie stabil das Erfolgsgefüge ist.

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