Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Der übliche Wahnsinn

Festnahmen am Freitag, Spielunterbrechung am Sonntag Der übliche Wahnsinn

Pyrotechnik, Böller und mehr als 100 festgenommene Personen – das 2:2 (2:1) im Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 bot auch wieder einmal die unschönen Seiten des Fußballs. Dennoch zog die Polizei ein positives Fazit.

Voriger Artikel
Braunschweig bleibt mit Derby-Punkt Erster
Nächster Artikel
Lieberknecht zieht positive Bilanz

Spielunterbrechung: Braunschweiger Fans brannten im Derby gegen Hannover 96 Pyrotechnik ab.

Quelle: dpa

Braunschweig. Nachdem die Polizei im Vorfeld des Nachbarschaftsduells schon am Freitag eine Massenprügelei in Hildesheim verhindert hatte, blieb es am Sonntag bis zum Abpfiff verhältnismäßig ruhig. Mehr als 100 gewaltbereite Fans behielten die Behörden auch am Spieltag noch in Gewahrsam.

Am Sonntag selbst blieben die befürchteten Ausschreitungen beim Duell der Fußball-Erzrivalen aus. Allerdings wurde bei aufgeheizter Stimmung im Braunschweiger Stadion in beiden Fanblöcken immer wieder Pyrotechnik gezündet. Zu Beginn der zweiten Hälfte musste Schiedsrichter Felix Zwayer das Spiel deshalb für einige Minuten unterbrechen – Braunschweiger Fans schossen mit pyrotechnischen Gegenständen auf Hannovers Keeper Philipp Tschauner.

Der Vorsitzende und Geschäftsführer von Hannover 96, Martin Kind, kritisierte das Feuerwerk in den Fanblöcken der beiden Vereine und fügte an: „Außerdem wird es teuer.“

Da dürfte er recht haben, schließlich sind beide Klubs aufgrund ähnlicher Vorfälle der Fans beim Deutschen Fußball-Bund vorbelastet.

Die Eintracht-Anhänger, die im Vorfeld schon mit einigen unschönen Aktionen ihre Abneigung gegenüber Hannover 96 zum Ausdruck gebracht hatten, brannten im Braunschweiger Heimblock ein Transparent der Hannoveraner Ultras ab. Zudem beleidigten Anhänger der Eintracht die Polizei, unter anderem mit einem Plakat. Der Verein distanzierte sich umgehend davon.

Die Polizei äußerte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden. Im und um das Braunschweiger Stadion sei es vor dem und während des Derbys weitgehend friedlich geblieben. „Wir rechnen damit, dass das auch bei der Abreise der Fans so bleibt“, sagte ein Sprecher. Es blieb dabei.

Am Sonntag waren mehr als 1000 Polizisten aus verschiedenen Bundesländern im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell