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Braunschweig bleibt mit Derby-Punkt Erster

Ärger über Böller Braunschweig bleibt mit Derby-Punkt Erster

Das große Niedersachsen-Derby in der 2. Bundesliga endete mit einem leistungsgerechten 2:2. Damit können Eintracht Braunschweig und Hannover 96 gut leben. Beide Clubs ärgerten sich aber über das Benehmen einiger Fans.

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Das Niedersachsen-Derby in der 2. Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 endete mit einem leistungsgerechten 2:2.

Quelle: dpa

Braunschweig. Pyrotechnik, Böller und ein spannendes Spiel: Das 2:2 (2:1) im Niedersachsen-Derby bot die unschönen und schönen Seiten des Fußballs. In dem zwischenzeitlich unterbrochenen Zweitliga-Duell hat Eintracht Braunschweig die Tabellenführung gesichert und Hannover 96 auf Distanz gehalten. „Das war ein wahres Derby, ein wahres Spitzenspiel“, kommentierte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht: „Das ist ein gerechtes Unentschieden.“

96-Clubchef Martin Kind sagte zu dem packenden Spiel: „Das ist ein vertretbares Ergebnis.“ Der Vorsitzende und Geschäftsführer des Erstliga-Absteigers kritisierte das Feuerwerk in den Fanblöcken der beiden Vereine und fügte an: „Außerdem wird es teuer.“

Braunschweig führt in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga weiter vor dem VfB Stuttgart. Der Vorsprung beträgt aber nur noch einen Zähler. Hannover 96 liegt mit fünf Zählern Rückstand gegenüber Braunschweig auf Rang vier. „Wir haben unsere Ziele bisher nicht erreicht“, sagte Kind.

Die Braunschweiger Tore schossen vor 23.000 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion Ken Reichel (17.) und Onel Hernandez (36.). Hannover 96 zeigte gute Moral und schaffte nach dem 0:2-Rückstand durch Martin Harnik (38.) und Kenan Karaman (66.) den verdienten Ausgleich. Eintracht-Torjäger Domi Kumbela vergab im zweiten Durchgang die größte Chance für einen Sieg der Gastgeber.

Nachdem die Polizei im Vorfeld des Nachbarschaftsduells am Freitag eine Massenprügelei in Hildesheim verhindert hatte, blieb es am Sonntag bis zum Abpfiff verhältnismäßig ruhig. Mehr als 100 gewaltbereite Fans behielten die Behörden am Spieltag in Gewahrsam.

Allerdings brannten während der Partie einige Besucher Pyrotechnik ab und zündeten Böller. Am Anfang der zweiten Halbzeit musste Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie unterbrechen, nachdem ein Bengalo-Feuer aus dem Braunschweiger Block nicht weit von Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic entfernt auf dem Rasen gelandet war.

Zudem beleidigten Anhänger der Eintracht die Polizei, unter anderem mit einem Plakat. Der Verein distanzierte sich umgehend. Am Sonntag waren mehr als 1000 Polizisten aus verschiedenen Bundesländern im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.

Sportlich bot das Duell der Niedersachsen ein Spiel auf gehobenem Zweitliga-Niveau. Beide Teams überzeugten mit Leidenschaft und Einsatz, zeigten aber auch spielerisch viele gute Szenen. „Das war Werbung für Zweitliga-Fußball und für Derbys“, sagte Lieberknecht.

Hannover 96 agierte deutlich offensiver und stürmte mutig nach vorne. Der Gast offenbarte aber wieder einmal Probleme in der Abwehr. Die Eintracht war bei Kontern und Standards gefährlich. Und so fiel die Führung im Anschluss an eine Ecke, als Reichel das Durcheinander in der 96-Abwehr mit einem schönen Fallrückzieher bestrafte. Hernandez traf - wieder kurz nach einer Ecke - nach Fehler von Kenan Karaman und Vorarbeit von Reichel zur 2:0-Führung.

Die munter stürmenden Hannoveraner wurden fast im Gegenzug für ihren Offensivmut belohnt. Harnik traf, abgefälscht von Saulo Decarli, zum Anschlusstreffer. Auch nach dem Wechsel war 96 die stürmischere Mannschaft, besaß deutlich mehr Ballbesitz und kam durch Karaman nach Vorarbeit von Marvin Bakalorz zum Ausgleich.

dpa

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