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Bitter! Eintracht verliert mit 0:1

Eintracht Braunschweig Bitter! Eintracht verliert mit 0:1

Nach dem Schlusspfiff sanken die Spieler von Eintracht Braunschweig enttäuscht zu Boden. Das Gegentor zur 0:1-(0:0)-Niederlage gegen den FC Augsburg in der 94. Minute war wie ein Tiefschlag für die Profis des Fußball-Bundesligisten.

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Blöde Niederlage: Domi Kumbela (v.) und die Eintracht verloren gegen Augsburg durch ein Tor in der Nachspielzeit.

Durch ein 0:0 wäre das Schlusslicht wegen der Niederlagen des 1. FC Nürnberg und des Hamburger SV so etwas wie der moralische Gewinner des 33. Spieltages im Abstiegskampf gewesen. So bleiben die Niedersachsen nach der vierten Niederlage in Serie ohne Torerfolg aber Schlusslicht.

Allerdings bleibt der Eintracht mit 25 Punkten noch eine kleine Restchance auf Relegations-Platz 16. Sie muss nächste Woche in Hoffenheim gewinnen und auf finale Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Nürnberg hat 26, der HSV 27 Zähler auf dem Konto.

"Wir sind noch nicht abgestiegen. Das ist Fakt", sagte ein kämpferischer Braunschweig-Trainer Torsten Lieberknecht: "Der Kopf bleibt oben, wir halten es bis zum Schluss spannend." Lieberknecht wiederholte, was er bereits zuvor gesagt hatte: "Wir hätten es am meisten verdient drinzubleiben, auch wenn es romantisch klingt."

Die Augsburger und ihre nach Braunschweig mitgereisten Fans hatten durch den frechen Lupfer des eingewechselten Raul Bobadilla (90.+4) großen Grund zum Jubeln. Die bayrischen Schwaben wahrten ihre Chance auf die Teilnahme an der Europa League, sie rangieren mit 49 Punkten nur einen Zähler hinter Mainz 05, das auf Platz sieben liegt.

"Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen", sagte ein bestens gelaunter FCA-Trainer Markus Weinzierl, "Augsburg spielt am letzten Spieltag um Europa." Im Fernduell mit den Mainzern haben es die Augsburger zu Hause mit Eintracht Frankfurt zu tun. Die 05er empfangen den HSV.

Die 22.600 Zuschauer in Braunschweig sahen ein mäßiges Spiel mit vielen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Die Augsburger zeigten die bessere Spielanlage und die gefährlicheren Aktionen. Braunschweig hielt mit Leidenschaft dagegen. Allerdings wirkten sie in vielen Momenten gehemmt, hatten jedoch bereits in der 2. Minute die erste gefährliche Aktion. Stürmer Kumbela verpasste eine scharfe Hereingabe von Karim Bellarabi nur knapp. Nach dem flotten Beginn ließ die Eintracht aber auch schnell nach.

Der FCA stand kompakt und kam immer wieder durch steil gespielte Pässe in die Spitze zu gefährlichen Aktionen. Angreifer Sascha Mölders ließ zwei gute Möglichkeiten aus (14./23.). Die Deckung der Gastgeber wirkte gegen die schnellen Konter der Augsburger häufig unsortiert. In der 33. Minute hatte das Schlusslicht großes Glück, als Marcel Correia im Anschluss eines Freistoßes dem Ball für den geschlagenen Davari von der Linie köpfte.

In der zweiten Hälfte hatte Braunschweig mehr von der Partie. Spielerisch blieb der Auftritt aber dürftig. Dennoch feierten die Fans ihr Team mit lautstarken Sprechchören. Diese hätte der eingewechselte Ding-Wong Ji aber verstummen lassen können. Sein Distanzschuss strich jedoch ganz knapp am Braunschweiger Tor vorbei (72.). In den Schlussminuten vergaben Mirko Boland und Orhan Ademi für die Eintracht noch die große Sieg-Chance. Das rächte sich bitter.

dpa

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