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Bicakcic im Team der Kriegskinder

Fußball: Eintracht Bicakcic im Team der Kriegskinder

Premiere für ein junges Land: Bosnien-Herzegowina bestreitet am Montag sein erstes Spiel bei einer Fußball-WM, trifft in Rio de Janeiro auf Argentinien. Der Kader besteht aus einer bunten Mischung, darunter sechs Profis aus der Bundesliga - und für die spielt auch die Vergangenheit eine Rolle, wie Ermin Bicakcic, derzeit noch bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag, vor dem Turnierstart berichtet.

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Wiedersehen in der bosnischen Nationalmannschaft: Ermin Bicakcic (l.) und seine Mitspieler verbindet die gleiche Geschichte - jetzt geht‘s für sie zur WM nach Brasilien.

Quelle: Imago

„Jeder hat seine eigene Story, aber irgendwie verbindet uns die gleiche Geschichte mit der Kriegszeit. Das überträgt sich dann auf dem Platz“, sagte Bicakcic dem Deutschland-Radio. Der Innenverteidiger weiter: „Ich bin mit relativ jungen Jahren über ein paar Zwischenstationen nach Deutschland gekommen, Sejad Salihovic genauso, Vedad Ibisevic über Amerika. Aber groß thematisiert wird das nicht. Wir haben uns alle irgendwie durchgekämpft, und jetzt haben wir uns hier in der Nationalmannschaft wieder getroffen. Wir sind die Kriegskinder, die damals vor dem Krieg geflüchtet sind, das kann man nicht vergessen.“

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien haben der Innenverteidiger, den es zur TSG Hoffenheim zieht, und seine bosnischen Teamkollegen die Chance, selbst Geschichte zu schreiben und ihre Anhänger zu begeistern. „Ich repräsentiere nicht nur dieses Wappen hier, sondern ein ganzes Land. Da bin ich dankbar, dass ich das machen, diese Fahne tragen und ihnen diese Freude geben darf“, so Bicakcic. „Nur zusammen können wir es schaffen, in jeder Hinsicht.“

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